Schock für Nintendo-Fans: Baldur’s Gate 3 nicht auf Switch 2 – „Es war nicht unsere Entscheidung“
Es sollte das perfekte Match werden: Das beste Rollenspiel des Jahrzehnts auf der neuen Konsole von Nintendo. Doch der Traum ist geplatzt, und die Hintergründe lesen sich wie ein Wirtschaftskrimi. Larian Studios, die gefeierten Schöpfer von Baldur’s Gate 3, haben nun endgültig bestätigt, dass ihr Meisterwerk den Sprung auf die Switch 2 nicht schaffen wird. Doch wer glaubt, dies liege an technischer Unzulänglichkeit oder fehlenden Ressourcen, der irrt gewaltig. CEO Swen Vincke ließ in einem Statement eine Bombe platzen, deren Splitter bis in die Chefetagen von Hasbro fliegen.
Ein bitteres Veto von oben
„Wir hätten es liebend gerne getan, aber es war nicht unsere Entscheidung“, erklärte Vincke lakonisch. Ein Satz, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet und eine tiefe Frustration durchblicken lässt. Dass ein Entwicklerstudio, das gerade erst über 20 Millionen Einheiten verkauft hat, von einer Portierung abgehalten wird, ist ein betriebswirtschaftliches Desiderat, das sich logisch kaum erklären lässt. Normalerweise lechzen Publisher nach jeder Plattform, die Umsatz verspricht. Hier jedoch scheint eine unsichtbare Hand den Stecker gezogen zu haben.
Insider enthüllt: Eiszeit zwischen Larian und Hasbro
Licht ins Dunkel bringt der bekannte Insider NateTheHate, der auf Twitter (X) die ungeschminkte Wahrheit aussprach: „Das ist die unglückliche Wahrheit. […] Ihre Beziehung zu Hasbro/Wizards of the Coast ist nicht gesund.“ Diese Aussage wirkt wie ein Fanal. NateTheHate hatte bereits Ende letzten Jahres gehört, dass der Port auf der Kippe steht, brauchte aber die Bestätigung von ganz oben.
Das Paradoxon ist greifbar: Baldur’s Gate 3 war eine Gelddruckmaschine für Hasbro. Allein kurz nach dem Ende der Early-Access-Phase spülte das Spiel 90 Millionen Dollar in die Kassen des Lizenzgebers. Warum also torpediert man eine Partnerschaft, die goldene Eier legt? Spekulationen deuten auf das abrupte Ende eines weiteren D&D-Projekts hin, an dem Larian arbeitete, es aber einstellte, weil das „Herz des Teams“ nicht dabei war. Hat Hasbro diesen Korb nie verziehen? Oder gibt es tiefere Zerwürfnisse über Lizenzgebühren und kreative Kontrolle, die nun auf dem Rücken der Nintendo-Spieler ausgetragen werden?
Die Flucht nach vorn: Divinity als neuer Hoffnungsträger
Während die Tür zu den Vergessenen Reichen für Switch-Besitzer zufällt, richtet Larian den Blick stur nach vorne. Das nächste große Ding heißt Divinity. Zwar gibt es noch keinen Release-Termin, doch die Ambitionen sind gigantisch. Es soll das größte Spiel in der Geschichte des Studios werden, natürlich mit dem bewährten rundenbasierten Kampfsystem (Turn-based Combat) und Koop-Modus. Vincke versicherte, dass auch Neueinsteiger die Story genießen können, ohne die Vorgänger studiert zu haben – ein kleiner Trost für jene, denen das D&D-Epos nun verwehrt bleibt.


