Phoenix Contact richtet seine Strukturen noch internationaler aus und bringt seine Wertschöpfung näher an die Absatzmärkte

27. November 2025, 09:43 Uhr · Quelle: Pressebox
Phoenix Contact richtet seine Strukturen noch internationaler aus und bringt seine Wertschöpfung näher an die Absatzmärkte
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Ulrich Leidecker, COO & President Business Area Industry Management & Automation, Phoenix Contact
Phoenix Contact rüstet sich für globale Herausforderungen um, indem es Strukturen anpasst. Das Unternehmen investiert in neue Standorte für stabile Wertschöpfung.

Blomberg, 27.11.2025 (PresseBox) - Auf der diesjährigen Pressekonferenz von Phoenix Contact auf der Automatisierungsmesse SPS, die vom 25. bis 27. November in Nürnberg stattfand, sprach Ulrich Leidecker über die weiterhin angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. „Wir erleben, dass die Unternehmen in Deutschland ihre Strukturen neu ausrichten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch wir bei Phoenix Contact sehen uns gezwungen, unsere Unternehmensstrukturen an die Gegebenheiten anzupassen, um Resilienz und Wertschöpfung zu sichern. Wir bringen unsere Wertschöpfung näher an die Absatzmärkte und richten unsere Strukturen international aus“, erklärte Leidecker. Eine industriepolitische Aufbruchsstimmung sei noch nicht spürbar, Überregulierung hemme Innovationen. Auch bei Themen, die schon lange diskutiert würden, wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder dem CSRD-Reporting gebe es keine spürbaren Lockerungen. Diese würden gebraucht, um der Industrie die Sicherheit zu geben, um sich wieder auf Innovationen konzentrieren zu können.

Der Markt habe sich durch die veränderten Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren signifikant anders entwickelt als erwartet. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist keine klassische konjunkturelle Krise, sondern zeige eine grundsätzliche Veränderung der geopolitischen Strukturen. „Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir lernen, stärker zusammenzuarbeiten“, beschreibt Leidecker die Situation. „Die Fragmentierung der Industrie und die Vielzahl an Einzelinteressen erschweren es, gemeinsame Standards zu setzen und Innovationen voranzutreiben.“

Globale Herausforderungen wie Zölle und geopolitische Unsicherheiten haben Einfluss auf die Entscheidungen von Phoenix Contact. „Die politischen Rahmenbedingungen sind volatil, und wir müssen als Unternehmen flexibel und anpassungsfähig bleiben“, so Leidecker. Für das globale Wachstum, das insbesondere in den Kernregionen China, Indien und USA stattfindet, wird sich das Unternehmen zukunftsorientiert aufstellen. Dazu baut Phoenix Contact in diesen Ländern seine lokalen Wertschöpfungsketten weiter aus.

Internationale Entwicklungen

Die Entwicklung in China ist für Phoenix Contact weiterhin positiv. „Wir sind dort als „chinesisch-deutsches Unternehmen“ bekannt und profitieren von unserer langjährigen Präsenz und unserem guten Ruf“, beschreibt Leidecker die Situation. Auch in anderen Regionen, wie den USA und Mexiko, entwickeln sich die Märkte stabil. Das Unternehmen setze auf eine ausgewogene internationale Präsenz, um Risiken zu streuen und Chancen zu nutzen.

Investitionen

Globale Lieferketten hängen von Kapazität, Technologie und Geschwindigkeit ab. Aus diesem Grund investiert Phoenix Contact in Mexiko, in der Region Querétaro. Dieser Standort wird mit 20.000 Quadratmeter, davon 10.000 Quadratmeter für die Produktion, zukünftig eine zentrale Rolle in dem globalen Produktionsnetzwerk spielen. Die Region Querétaro liegt in Zentralmexiko zwischen den zentralen Häfen Veracruz und Manzanillo und ist logistisch gut an die USA angebunden.

Anfang November hat Phoenix Contact einen neuen Standort in Vietnam eröffnet. Dieser ist ein strategischer Meilenstein für Phoenix Contact in Südostasien. Die Anlage in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt kombiniert Produktion und Logistik für die Kerngeschäfte Power Reliability und Automatisierung. Mit rund 100 Mitarbeitern und modernen Fertigungsverfahren werden regionale und globale Märkte bedient.

Mit dem Erweiterungsbau zum bestehenden Logistikgebäude in Blomberg bekennt sich Phoenix Contact auch klar zum Standort Deutschland. Die Fertigstellung dieses Gebäudes ist für 2028 geplant. Das vollautomatische Logistikgebäude wird 200.000 m³ zusätzlichem Lagervolumen bieten und ist mit über 100 Millionen Euro die größte Einzelinvestition des Unternehmens. Die Entscheidung für das Logistikgebäude ist eine zukunftsgerichtete Investition.

Wirtschaftliche Situation

Phoenix Contact verzeichnet in diesem Jahr eine moderate Markterholung im oberen einstelligen Bereich. Im Vergleich zu 2024 ist dies eine positive Entwicklung. Dennoch sind die Umsatzrückgänge aus dem Jahr 2023 damit noch nicht aufgeholt. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft sowie eine nachhaltige Anpassung der Strukturen werden weiterhin bestehen bleiben. Phoenix Contact wird das Jahr 2025 voraussichtlich mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro abschließen.

Innovation und Nachhaltigkeit

„Trotz aller Herausforderungen sind wir überzeugt, dass Technologie der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft ist“, bestätigt Leidecker. Beim Messeauftritt setzte Phoenix Contact daher auch auf Innovation, Kooperation, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie Cyber Security und Energie-Resilienz. Diese Themen seien die Hebel für die Zukunft. Dabei gehe es um bodenständige Anwendungen, die den Kunden von Phoenix Contact einen echten Mehrwert bieten.
Ebenso bleibt Nachhaltigkeit ein zentrales Thema für Phoenix Contact. Das Unternehmen arbeitet gezielt und kontinuierlich daran, seine Prozesse und Produkte von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik nachhaltiger zu konzipieren. „Die aktuelle Regulierungsdichte erschwert es den Unternehmen, nachhaltige Lösungen schnell und effizient umzusetzen. Dabei sind nachhaltiges Wirtschaften und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch“, so Leidecker.

Elektrotechnik / Phoenix Contact / Automatisierung / Investitionen / Nachhaltigkeit
[pressebox.de] · 27.11.2025 · 09:43 Uhr
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