Ölpreise unter Druck durch schwache US-Arbeitsmarktdaten und geopolitische Spannungen
Die vergangenen Tage haben sich als volatil für die Ölpreise erwiesen, die jüngst nachgaben. Zum Ende der Woche notierte ein Fass der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung bei 71,28 US-Dollar, was einem Rückgang um 40 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch die amerikanische Sorte WTI, zur Auslieferung im September, musste einen Preisabfall um 30 Cent auf 68,96 Dollar hinnehmen.
Ein schwacher Arbeitsmarktbericht aus den USA setzte die Ölpreise unter Druck. Die Beschäftigungszahlen für Juli und die beiden vorherigen Monate verfehlten die Erwartungen erheblich und wurden teils deutlich nach unten korrigiert. Diese Zahlen könnten auf eine Verlangsamung der US-Wirtschaft hindeuten, was wiederum die Nachfrage nach Rohöl beeinträchtigen würde.
Nichtsdestotrotz sind die Preise im Wochenverlauf um über drei Dollar gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die aggressive Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump, der sich durch seine Zollstrategie besonders gegen Indien richtet. Aufgrund seiner weitreichenden militärischen Geschäfte mit Russland drohen dem Land Zölle von mindestens 25 Prozent. Dies trifft Indien und auch China als große Abnehmer russischen Öls besonders.
Gleichzeitig hat Trump das Ultimatum für Kremlchef Wladimir Putin auf nur noch zehn Tage reduziert, um eine Waffenruhe im Ukraine-Konflikt zu erzwingen. Diese Frist läuft seit Dienstag und erhöht den Druck auf russische Handelspartner; Sanktionen könnten bald Realität werden. Gerade Indien und China kämen hierbei stark ins Visier.

