Neue Höhen: Der Goldpreis im Höhenflug
Der Goldpreis setzt seine beeindruckende Rekordjagd fort und markiert neue Höhen in seiner Wertentwicklung. Zwischenzeitlich stieg der Preis für eine Feinunze auf sage und schreibe 3.558 US-Dollar, während der Euro-Wert die Marke von 3.057 Euro überschritt – ein bisher unerreichter Höchststand.
Die steigende Nachfrage nach dem Edelmetall speist sich aus der Suche nach sicheren Hafenanlagen. Im Licht von Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed und politischen Druck von Donald Trump, der unter anderem die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook befürwortete, wächst die Verunsicherung der Märkte. Laut Peter Kinsella von der Union Bancaire Privée befürchten Analysten eine neue Ära fiskalischer Dominanz, in der die Zinsentscheidungen der Fed politisch beeinflusst werden könnten, was dem Goldmarkt zugutekommt.
Zusätzlich verunsichert die angespannte Fiskallage in Ländern wie Frankreich die Investoren. Premier François Bayrou steht mit seinem Sparhaushaltsentwurf auf wackeligem parlamentarischen Terrain, und die Vertrauenserheischung im französischen Parlament droht die aktuelle Regierung zu stürzen – ein Szenario, das weitere Unsicherheit verursacht und Anleger in den Goldmarkt zieht.
Großflächige Goldkäufe von Nationen wie Indien, China und Brasilien verstärken den Aufwärtstrend weiter, da diese ihre Abhängigkeit vom US-Dollar minimieren wollen. Die Aussicht auf einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht und mögliche Zinssenkungen durch die Fed verleiht dem Goldpreis zusätzlichen Auftrieb. Die Aussagen von Jerome Powell auf der Notenbankerkonferenz in Jackson Hole suggerieren ein offenes Ohr für niedrigere US-Leitzinsen, was Gold als Anlageklasse im Vergleich zu niedrig verzinsten Produkten begünstigt.
Laut Kinsella bietet der kürzliche Anstieg über die Marke von 3.450 Dollar weiteres Potenzial für Kursgewinne. Profis am Markt und private Trader könnten durch die positive Entwicklung angelockt werden, um auf kontinuierlich steigende Preise zu setzen.

