Binance verzeichnet massive Zuflüsse von Walen, aber die Nachfrage bleibt gering

In der vergangenen Woche haben große Krypto-Inhaber etwa $2,4 Milliarden in Bitcoin und Ether zu Binance transferiert, wobei die Beträge fast gleichmäßig auf die beiden Token verteilt waren. Laut CryptoOnchain ist die Größe der einzelnen Einzahlungen gestiegen – die durchschnittlichen Transfers auf die Börse erhöhten sich von etwa acht bis zehn Bitcoin auf Höchstwerte von 22 bis 26 Bitcoin.
Gleichzeitig sind die Abhebungen zurückgegangen, wobei der durchschnittliche Abfluss zwischen 5,5 und 8,3 Bitcoin lag. Dieses Verhalten deutet auf eine Verschiebung weg von der langfristigen Speicherung der Coins hin zu handelbaren Beständen auf der Plattform hin.
Steigende Einzahlungsgrößen und stabile Stablecoin-Flüsse
Berichten zufolge ging der Transfer zu Binance nicht mit neuer Kaufkraft einher. Die Nettoflüsse von Stablecoins blieben im Wesentlichen unverändert und zeigten einen Zufluss von $42 Millionen für die Woche. Analysten sagen, dass dies hauptsächlich Token-Transfers zwischen Ethereum und Tron widerspiegelt, anstatt neues Kapital, das in den Kryptomarkt fließt.
CryptoOnchain erklärte, dass solche großen Transfers zu Börsen eine Vorbereitung auf Verkäufe oder die Nutzung von Vermögenswerten als Sicherheiten in Derivatemärkten bedeuten können. Einfach ausgedrückt: Mehr Angebot ist bereit, den Markt zu erreichen, während offensichtliche Anzeichen neuer Nachfrage fehlen.
Marktbewegungen durch geopolitische Ereignisse getestet
Bitcoin wurde bei etwa $92.620 gehandelt, nachdem es zuvor ein 24-Stunden-Hoch von $93.180 erreicht hatte, und es wurde berichtet, dass es in den frühen asiatischen Handelszeiten auf ein Drei-Wochen-Hoch von $93.340 gestiegen war. Diese Preisbewegungen kamen, als die politischen Spannungen nach der Aktion des US-Militärs in Venezuela, die zur Festnahme von Präsident Nicolas Maduro führte, zunahmen.
Unterdessen stieg der Goldpreis über $4.400 pro Unze, und Silber legte um bis zu 4,8% zu. Laut FalconX wurde der jüngste Anstieg von Bitcoin teilweise durch krypto-fokussierte Unternehmen und durch begrenzte Verkäufe von Minern und großen Inhabern angetrieben.
Verkaufsdruck versus geringe Nachfrage
Analysten beobachten das Ungleichgewicht. Große Einzahlungen und ein Rückgang der durchschnittlichen Abhebungsgrößen deuten darauf hin, dass große Inhaber weniger bereit sind, Bitcoin in Cold Storage zu lagern. Berichten zufolge hat sich die Akkumulation seit Oktober verlangsamt. Diese Kombination schafft ein Szenario, in dem Kursrallyes eher von Verkäufen der Inhaber getroffen werden, die Vermögenswerte stillschweigend auf Börsen verschoben haben.
Ausblick: Vorsichtig, aber nicht katastrophal
Basierend auf diesen Signalen ist das Risiko eines Abwärtsdrucks gestiegen, aber ein großer Crash ist nicht garantiert. Die aktuelle Kursstärke scheint ebenso stark von Schlagzeilen und marktübergreifenden Bewegungen wie von neuer Kryptonachfrage abhängig zu sein.
Händler und Investoren werden beobachten, ob die Zuflüsse von Stablecoins zunehmen oder ob Wale tatsächlich verkaufen. Die zuvor zitierte pro-krypto Haltung von US-Präsident Donald Trump reichte nicht aus, um die Akkumulationsflaute bis zum Jahresende umzukehren, und bis Käufer in großer Zahl zurückkehren, könnten die Gewinne begrenzt und von kurzer Dauer sein.

