Hoffnungsschimmer trotz stockender Atomverhandlungen zwischen Iran und E3-Staaten
Die jüngsten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den E3-Staaten – bestehend aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien – sind in Istanbul ergebnislos zu Ende gegangen. Trotz intensiver und offener Gespräche einigten sich die Beteiligten darauf, die Verhandlungen weiterzuführen, wie Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabdi auf der Plattform X mitteilte.
Auf europäischer Seite blieb eine Stellungnahme zunächst aus, während der Wiener Atomdeal Mitte Oktober formal ausläuft. Im Fokus der Gespräche stand der Versuch der E3-Staaten, den diplomatischen Druck auf den Iran zu erhöhen. Ziel ist es, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder Zugang zum iranischen Atomprogramm zu gewähren und den Verbleib von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran zu klären.
Die Verhandlungen in Istanbul folgen auf eine Waffenruhe, die nach dem Konflikt zwischen Israel und Iran in Kraft trat. Der Iran, der sein Atomprogramm laut eigener Aussage ausschließlich für zivile Zwecke nutzt, hofft auf eine Lockerung der lähmenden Sanktionen.
Während die E3-Staaten den Druck erhöhen, bleibt die Frage, ob der Iran einlenken wird, ungeklärt. Das Fehlen optimistischer Prognosen seitens der Europäer deutet an, wie herausfordernd die politischen Gespräche derzeit sind.
Voraussichtlich soll in den kommenden Wochen ein stellvertretender Generaldirektor der IAEA nach Teheran reisen, um den Rahmen der Zusammenarbeit neu zu diskutieren. Eine Inspektion der im Krieg beschädigten Nuklearanlagen sei jedoch nicht vorgesehen, erklärte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai. Die Bühne für weitere geopolitische Verhandlungen bleibt somit bereitet.

