Iranische Führung beschwichtigt trotz anhaltender Massenproteste
Die iranische Führung versucht, die anhaltenden Proteste im Land herunterzuspielen. Ein Sprecher des Staatsfernsehens erklärte, dass in den meisten Städten Ruhe herrsche, obwohl abermals von 'bewaffneten Terroristen' die Rede ist, die versucht hätten, die Ordnung zu stören. Dank der schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte und der starken Präsenz der Bevölkerung seien jedoch keine bewaffneten Angriffe erfolgt. Besonders in der Stadt Qazvin wurden die Aktionen dieser Gruppen deutlich verurteilt.
Trotz dieser Darstellungen gingen erneut zahlreiche Menschen in Großstädten wie Teheran und Maschhad auf die Straßen, um ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung Ausdruck zu verleihen. Videos in sozialen Medien zeigen die Menschenmengen, lassen sich jedoch aufgrund der lokalen Internetsperren nicht unabhängig verifizieren.
Unterdessen berichtete die britische BBC, das Farabi-Krankenhaus in Teheran, ein zentrales Augenzentrum des Landes, befinde sich aufgrund der angespannten Lage im Krisenmodus. Notfalldienste seien überlastet, und nicht lebensnotwendige Eingriffe wurden ausgesetzt.
Die vollständige Dimension der Proteste bleibt unklar, da die nationalen Internetsperren den Informationsfluss erheblich einschränken. Dennoch kursieren Berichte, dass Einzelpersonen das Satelliten-Internet von Starlink nutzen, um die Zensur zu umgehen, obwohl die notwendigen Geräte illegal ins Land gebracht werden müssen.

