Wintersturm "Elli" sorgt für Chaos im Bahnverkehr und Winterfreuden im Süden
Der heftige Wintereinbruch durch Sturm "Elli" hat weite Teile Norddeutschlands unter einer Schneedecke begraben und den Bahnverkehr auf bedeutenden Fernstrecken lahmgelegt. Der Zugverkehr zwischen Berlin, Hannover und dem Ruhrgebiet sowie die Achse Hamburg-Frankfurt bleiben bis voraussichtlich Sonntag unterbrochen. Dennoch gibt es Hoffnung für Reisende zwischen Hamburg und Frankfurt, die eine alternative Strecke über Bremen und Köln nehmen können. Wer nach Hamburg möchte, sollte jedoch in Frankfurt umsteigen, da Züge über Fulda und Kassel dort enden. Die Bahn empfiehlt, geplante Reisen zu verschieben, da auch Verbindungen nach Amsterdam und Kopenhagen betroffen sind.
Während der Regionalverkehr langsam wieder Fahrt aufnimmt, bleiben viele Busse und Züge vorerst still. Im Norden und Osten Deutschlands lieferten Schneeverwehungen am Wochenende den Einsatzkräften viel Arbeit, während der Süden von Deutschland bisher verschont blieb – jedoch zieht das Tief langsam gen Schwarzwald und Allgäu. Dort könnten Wintersportfans Grund zur Freude haben, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zu 50 Zentimeter Neuschnee in den Höhenlagen.
Bessere Wetteraussichten versprechen am Sonntag heiteres Wetter vor allem im Nordosten und Westen, mit der Möglichkeit auf einen Bilderbuch-Wintertag. Doch die Ruhe ist trügerisch: Ab Monatagnacht droht gefährliches Glatteis, wenn eine Warmfront Regen bringt, der auf gefrorenen Böden für Rutschgefahr sorgt. Ebenso bleibt auch die Südwesthälfte nicht verschont, wo die Glatteisgefahr besonders hoch eingeschätzt wird.
Das Winterchaos macht nicht halt vor nationalen Grenzen: Stromausfälle treffen Hunderttausende Haushalte in Frankreich, in Russland kommt es zu Flugausfällen und tragische Zwischenfälle erfolgen auch in Großbritannien, wo ein Mann unter einem umgefallenen Baum starb.

