Elon Musk vs. Großbritannien: Schlagabtausch um KI-Regulierung
Mit einer provokanten Reaktion hat Tech-Milliardär Elon Musk die britische Untersuchung der Künstlichen Intelligenz Grok kommentiert. Auf seiner Plattform X warf er der britischen Regierung vor, Zensur zu betreiben und bezeichnete sie gar als "faschistisch". Dies ist nicht Musks erster Vorwurf dieser Art gegenüber Großbritannien. Im Zentrum der Kontroverse steht eine Untersuchung der britischen Medienaufsicht Ofcom.
Diese überprüft, ob die durch Grok erzeugten Inhalte gegen den Online Safety Act verstoßen. Nutzern ist es nämlich möglich, die KI dazu zu bringen, Fotos – insbesondere von Kindern und Frauen – zu sexualisieren. Der britische Premierminister verurteilte dies scharf als "widerlich", während Technologieministerin Liz Kendall von Ofcom forderte, die vollen rechtlichen Befugnisse auszuschöpfen. Auch die EU-Kommission ist alarmiert.
Sie verlangt, dass die verantwortliche US-Firma relevante Dokumente über Grok bis Ende des Jahres aufbewahrt. Hintergrund sind Bedenken, dass X womöglich gegen europäische Digitalgesetze verstößt. Bemühungen seitens der Plattform, den Zugriff auf die Bildergenerierung durch Grok auf zahlende Mitglieder zu beschränken, stoßen sowohl bei der britischen Regierung als auch bei der EU auf Ablehnung. In der Downing Street wurde dieser Schritt als "Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und sexueller Gewalt" kritisiert.
Es sei keine Lösung, sondern verwandele lediglich eine problematische KI-Funktion in einen Premiumdienst. Trotz bisheriger Maßnahmen bleibt London offen für alle Konsequenzen.

