Reza Pahlavi ruft zu landesweiten Streiks im Iran auf
In einer bemerkenswerten Entwicklung hat Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten iranischen Schahs, aus seinem Exil in den Vereinigten Staaten zu umfassenden Streiks im Iran aufgerufen. In einem Aufruf über die Plattform X legte Pahlavi Arbeitern und Angestellten aus Schlüsselindustrien wie der Öl-, Gas- und Energiebranche nahe, ihre Arbeit niederzulegen. Sein Ziel: die finanziellen Grundpfeiler des Landes zu schwächen und den repressiven Staatsapparat in Bedrängnis zu bringen.
Pahlavi ging noch einen Schritt weiter und dirigierte die Aufmerksamkeit auf das kommende Wochenende, indem er für Samstag und Sonntag um 18 Uhr Ortszeit (15.30 MEZ) zu Demonstrationen aufrief. Diese Proteste sollen nicht bloß aus Straßenmärschen bestehen, sondern die strategische Besetzung und Halten zentraler Plätze in Städten beinhalten.
Im Machtvakuum der Opposition im Iran beansprucht Pahlavi eine führende Rolle aus seinem Exil heraus. Seit Jahren fehlt es im Iran an einer politischen Kraft, die von den Demonstranten als glaubwürdige Gegenbewegung akzeptiert wird. Viele setzen daher ihre Hoffnungen auf Führungspersönlichkeiten jenseits der Landesgrenzen. Die Parole "Lang lebe der König", die bei Massenprotesten im Land skandiert wird, zeugt von der Erwartungshaltung an Pahlavi. Doch laut dem iranischen Kritiker Sadegh Sibakalam ist Pahlavis Erfolg weniger seinen Führungsqualitäten geschuldet, als vielmehr der Misswirtschaft und den Fehlentscheidungen der aktuellen Führung im Iran.

