ExeKiller: Neuer Trailer zeigt Cyberpunk-Wüste und Hardcore-Gameplay
Stell dir vor, Blade Runner hätte ein wildes Kind mit Mad Max gezeugt und dieses Kind dann in die unbarmherzige Wüste geschickt, die einst New York City war. Genau dieses Bild zeichnet der neueste Trailer zu ExeKiller, der beim jüngsten New Game+ Showcase die Kinnladen reihenweise nach unten klappen ließ. Entwickler Paradark serviert uns hier keinen weichgespülten Shooter-Einheitsbrei, sondern eine rohe, unverfälschte Dystopie, in der deine Neugier nicht nur belohnt, sondern überlebenswichtig ist.
Keine Händchenhalten in der Apokalypse
Vergiss blinkende Wegweiser und nervige Navigationspfeile, die dir jeden Schritt vorkauen. ExeKiller wirft dich in eine Welt, die dich respektiert genug, um dich leiden zu lassen. Das Gameplay ist ein brachialer Mix aus Fahrzeug-Action, brutalem Nahkampf, präzisem Gunplay und geschmeidigem Parkour. Die Entwickler machen unmissverständlich klar: Wer hier blind durchrennt, stirbt. Wer aber die Augen offen hält und jeden Winkel der monumentalen Ruinen untersucht, findet Wege und Ressourcen, die anderen verborgen bleiben. Das Leveldesign ist darauf ausgelegt, Erkundungsdrang massiv zu belohnen – eine Tugend, die im modernen Gaming leider oft verloren geht.
Denzel Fenix: Der Seelenfänger von Helion
Du schlüpfst in die abgewetzten Stiefel von Denzel Fenix, einem sogenannten „ExeKiller“. In dieser retro-futuristischen Hölle bist du kein Held, sondern ein Werkzeug. Ein Kopfgeldjäger im Dienst des Megakonzerns Helion. Dein Job? Flüchtige jagen. Aber nicht einfach nur verhaften – du bist hier, um ihre „Seelen einzutreiben“ (reclaim their souls). Die Ironie ist greifbar: Deine Zielpersonen sind oft verzweifelte Existenzen, die versuchen, dem tyrannischen System zu entkommen, dessen Vollstrecker du bist.
Der Turm der Entscheidungen
Zwischen den Einsätzen kehrst du in „The Tower“ zurück, das Hauptquartier von Helion und dein einziger sicherer Hafen. Hier nimmst du neue Kontrakte an, leckst deine Wunden und kümmerst dich um die Aufrüstung deiner Ausrüstung. Das Spiel folgt einer kapitelbasierten Struktur, doch wie du diese Kapitel erlebst, hängt stark von deiner Wahl der Missionen ab.
Verlässt du den Turm, wartet die Hölle. Das einstige New York ist nur noch eine verstrahlte Wüste, durch die du mit deinem wichtigsten Verbündeten pflügst: deinem Auto. Diese schwer modifizierte Karre ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel; sie ist deine Lebensversicherung gegen tödliche Hitze und Strahlung, dein mobiler Computer und dank Radio auch dein einziger Unterhalter in der Stille der Wüste.
Taschen-Tetris und Cyber-Schnüffelei
Besonders spannend wird es beim „Taschen-Tetris“: Das Inventar-Management orientiert sich am legendären Koffersystem von Resident Evil 4. Jeder Platz ist kostbar, jede Patrone muss abgewogen werden. Neben dicken Wummen hantierst du mit Dietrich und Cyber-Implantaten, um versteckte Pfade aufzudecken. Ob du schleichst wie ein Geist oder die Vordertür eintrittst, bleibt dir überlassen – die Missionen sind herrlich nicht-linear gestaltet.


