Preis-Leak zur neuen Steam Machine schockiert viele Gamer – deutlich höher als gedacht
Als Valve im November seine neue Hardware-Strategie vorstellte, war die Neugier groß. Die neue Steam Machine sollte PC-Flexibilität und Wohnzimmer-Komfort verbinden. Ein Versprechen, das viele Gamer sofort elektrisierte. Doch ein aktueller Preis-Leak sorgt nun für Ernüchterung. Und bei manchen sogar für einen kleinen Schock. Denn während Valve selbst weiterhin eisern schweigt, liefern ausgerechnet Händler-Backends erste konkrete Zahlen. Und die liegen deutlich höher, als viele gehofft hatten.
Die Informationen stammen aus dem Quellcode der tschechischen Webshops Alza und Smarty (via Wccftech.com und X.com-Beitrag von Hajedan). Dort fanden Nutzer versteckte Preisangaben für zwei Konfigurationen der neuen Steam Machine. Sollte sich der Leak bewahrheiten, kostet das Modell mit 512 GB Speicher rund 815 Euro. Die größere Variante mit 2 TB Speicher soll sogar bei etwa 920 Euro liegen. Bei einem Händler tauchen teils sogar Preise jenseits der 1.000-Euro-Marke auf.
Damit wäre die Steam Machine klar teurer als aktuelle Konsolen, inklusive den „High-End-Versionen“ PlayStation 5 Pro oder Xbox Series X. Für viele Gamer ist genau das der Punkt, an dem die anfängliche Begeisterung kippt.
Kein Konsolenpreis, sondern ein PC-Preis
Ganz überraschend kommt das allerdings nicht. Valve hatte bereits früh angedeutet, dass man die Hardware nicht subventionieren will. Anders als Sony oder Microsoft plant Valve offenbar nicht, Verluste beim Geräteverkauf in Kauf zu nehmen, um diese später über Software auszugleichen. Diese Linie bestätigte auch Pierre-Loup Griffais, Software-Ingenieur bei Valve. Seine Aussage, die Preisgestaltung werde sich an den Realitäten des PC-Marktes orientieren, bekommt durch den Leak nun deutlich mehr Gewicht. Wer also auf einen aggressiven Einstiegspreis gehofft hatte, dürfte jetzt umdenken müssen.
In der Community macht sich schnell Galgenhumor breit. Viele fühlen sich an Valves ersten Hardware-Anlauf erinnert. Bereits 2015 versuchte das Unternehmen gemeinsam mit Partnern „PC-Gaming“ mit Steam Machines ins Wohnzimmer zu bringen. Damals scheiterte das Konzept vor allem an zwei Dingen: hohen Preisen und einer verwirrenden Vielfalt an Hardware-Konfigurationen. Der aktuelle Leak weckt genau diese Sorgen erneut. Wieder scheint die Steam Machine kein Massenprodukt zu werden, sondern ein Gerät für Enthusiasten (mit entsprechendem Preisschild).
Steam Machine Preis: Ein Blick hinter die Zahlen
Interessant ist ein Detail aus dem Smarty-Backend: Der Händler kalkuliert offenbar mit einer Marge von rund 17 Prozent. Rechnet man diesen Aufschlag heraus, läge die unverbindliche Preisempfehlung von Valve bei etwa 700 Euro für das Basismodell und rund 780 Euro für die Top-Version. Auch das ist weit entfernt vom klassischen Konsolenpreis. Allerdings bestätigt das Valves Ansatz, keine Querfinanzierung zu betreiben.
Zusätzlich verschärft die weltweite Lage auf dem Chipmarkt die Situation. Führungskräfte von Samsung warnten zuletzt vor einer zunehmenden Knappheit bei Speicherchips. Steigende RAM-Preise könnten Hardware 2026 generell teurer machen, nicht nur bei Valve.
Unterm Strich zeichnet sich ein klares Bild ab: Die neue Steam Machine richtet sich nicht an den Massenmarkt. Sie spricht Gamer an, die die Offenheit eines PCs schätzen, aber ein konsolenähnliches Format bevorzugen. Für diese Zielgruppe könnte der Preis trotz allem akzeptabel sein. Für viele andere bleibt jedoch die Frage: Warum so viel Geld ausgeben, wenn klassische Konsolen deutlich günstiger sind? Genau an diesem Punkt wird sich entscheiden, ob Valve diesmal mehr Erfolg hat als beim ersten Anlauf.
Auch wenn es noch nicht fix ist, weil es nicht von offizieller Seite kommt: Der Preis-Leak zur Steam Machine dämpft die Erwartungen spürbar. Noch ist nichts offiziell bestätigt, und frühe Händlerlistungen sind oft bewusst hoch angesetzt. Doch selbst mit Abzügen bleibt klar: Die Steam Machine wird kein Schnäppchen.
Ob das Konzept dennoch aufgeht, hängt davon ab, wie gut Valve den Mehrwert gegenüber klassischen Konsolen kommuniziert.



