Gerichtsurteil bremst US-Zollaktionen: Vorsichtiger Optimismus an Wall Street
Am New Yorker Aktienmarkt herrschte kurzfristig Aufatmen, als ein Bundesgericht die US-Zollpolitik des ehemaligen Präsidenten Donald Trump ausbremste. Jedoch währte die Euphorie der Investoren nicht lange, insbesondere in den konjunktursensiblen Technologiewerten machten sich rasch Zweifel breit.
Die Blue-Chip-Aktien hielten sich bereits zum Auftakt des Handelstages zurück. Der Dow Jones Industrial Index zeigte sich nahezu unverändert bei 42.101,66 Punkten. Im Gegenzug verbesserte sich der breit gefasste S&P 500 um moderate 0,2 Prozent auf 5.902 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 ebenfalls um 0,2 Prozent auf 21.356 Punkte anstieg.
Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesgerichts für internationalen Handel in New York, das der Trump-Administration die Verhängung umfassender Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz untersagte. Damit steht der konfrontative Handelsansatz von Trump, der immer wieder Turbulenzen an den Finanzmärkten auslöste, vor einer Rückzurrung.
Doch Experten rechnen mit einer Berufung und einer möglichen Wiederinkraftsetzung der Maßnahmen, was die handelspolitische Situation unsicher lässt. Dies wird durch die Kommentare von Trumps Handelsberater Peter Navarro unterstrichen, der gegenüber Bloomberg TV betonte, dass die Regierung nicht überrascht sei und sich faktisch wenig geändert habe.

