MTU im Fokus: Warum Analysten jetzt klar auf Buy setzen
Jefferies bleibt optimistisch für MTU Aero Engines
Jefferies & Company hat die Aktie von MTU Aero Engines in einer aktuellen Studie weiterhin mit „Buy“ eingestuft. Das Kursziel belässt Analystin Chloe Lemarie unverändert bei 500 Euro.
Grundlage der positiven Einschätzung sind jüngste Erstflugdaten sowie die laufende Entwicklung in den Triebwerksprogrammen. Nach Einschätzung von Jefferies kann MTU rückläufige Auslieferungen bei Niederdruckturbinen für die Airbus-A320-Familie durch steigende Aktivitäten in den Triebwerksprogrammen für Boeings Großraumflugzeuge kompensieren.
Auslieferungsstruktur verschiebt sich zugunsten von Großraumjets
Laut der Analyse deutet vieles darauf hin, dass sich der Produktmix bei MTU zunehmend zugunsten margenstärkerer Programme entwickelt. Während es bei einzelnen Komponenten für Schmalrumpfflugzeuge temporär zu Rückgängen kommen dürfte, sorgen die Programme für Boeing-Großraumjets für Stabilität und Ausgleich.
Diese Verschiebung könnte sich mittelfristig positiv auf Umsatzqualität und Profitabilität auswirken, da MTU bei den entsprechenden Triebwerksplattformen über eine starke industrielle Position verfügt.
Aktie reagiert positiv – erhebliches Aufwärtspotenzial
Am Handelstag der Veröffentlichung legte die MTU-Aktie im XETRA-Handel um rund 4,4 Prozent auf etwa 371 Euro zu. Auf Basis des Jefferies-Kursziels von 500 Euro ergibt sich daraus ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von rund 35 Prozent.
Das Handelsvolumen blieb dabei solide, was auf ein anhaltendes institutionelles Interesse an dem Titel hindeutet. Der Markt scheint die positive Einschätzung des Analysehauses aufzunehmen, ohne dass die Bewertung bereits ausgereizt wirkt.
Blick auf die nächsten Quartalszahlen
Ein wichtiger nächster Termin für Anleger ist die Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal 2025, die für den 25. Februar 2026 erwartet wird. Diese dürften weitere Klarheit darüber bringen, wie sich die Verschiebungen im Auslieferungsmix tatsächlich auf Umsatz, Marge und Cashflow auswirken.
Sollten sich die Annahmen von Jefferies bestätigen, könnte MTU Aero Engines ihre Position als einer der strukturellen Profiteure des langfristigen Wachstums im zivilen Luftfahrtmarkt weiter festigen.


