Euro schwächelt trotz positiver Konjunkturdaten aus Deutschland
Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Devisenmarkt zeigt, dass der Euro am Dienstag leicht nachgegeben hat. Nach einem noch stärkeren Stand am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1621 US-Dollar. Zudem hat die Europäische Zentralbank den Referenzkurs leicht niedriger auf 1,1665 US-Dollar festgesetzt.
Spannend bleibt der Einfluss der US-Inflationsdaten, die nur kurzzeitig für Bewegung sorgten. Die Inflation in den USA stieg im Juni auf 2,7 Prozent, etwas höher als von Ökonomen prognostiziert. Dennoch sehen die Analysten der Commerzbank keinen gravierenden Einfluss der US-Zollpolitik auf die Inflation. Einzelne Güter mögen teurer werden, doch der allgemeine Preisdruck bleibt verhalten. Diese Entwicklung bestärkt ihre Prognose, dass die US-Notenbank im September eine Zinssenkung vornehmen könnte.
Bemerkenswert ist, dass der Euro im Handel später unter Druck geriet, ohne dass ein klarer Grund ersichtlich war. Selbst überraschend positive Konjunkturdaten aus Deutschland vermochten den Euro nicht zu stützen. Die Konjunkturerwartungen in Deutschland zeigen sich erfreulicherweise im dritten Monat in Folge aufgehellt. Optimismus herrscht insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Lösung im US-EU-Zollstreit und das Investitionssofortprogramm der Bundesregierung. Doch Mahnungen zur Vorsicht bleiben, denn der Zollstreit stellt weiterhin ein signifikantes Risiko dar.
Im Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen setzte die EZB den Euro-Referenzkurs auf 0,86790 britische Pfund, 172,58 japanische Yen und 0,9299 Schweizer Franken fest. Interessanterweise stieg der Preis für eine Feinunze Gold in London leicht auf 3.347 Dollar.

