Euro bleibt stabil – Erwartungen richten sich auf US-Arbeitsmarktdaten
Der Kurs des Euro zeigte sich am Donnerstag unbeeindruckt von der jüngsten Abwertung gegenüber dem US-Dollar. Auch die überraschend starken Auftragseingänge der deutschen Industrie konnten den Kurs nicht nachhaltig beeinflussen. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank stellte positiv fest, dass die Bestellungen aus dem Ausland stammten, auch wenn der Zuwachs bei den inländischen Aufträgen besonders robust war.
Am Morgen des selben Tages lag der Euro bei 1,1681 Dollar, was dem Niveau des Vorabends entspricht. Noch im Dezember hatte es fast so ausgesehen, als könnte der Euro die Marke von 1,18 Dollar überschreiten, jedoch blieb der Durchbruch aus. Die jüngsten Inflationsdaten aus Deutschland hatten eine niedrigere Teuerungsrate als erwartet gezeigt, was den Abwärtstrend seit Dienstag verstärkte.
Aktuell notiert der Euro gegenüber dem Dollar innerhalb der bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 etablierten Bandbreite. Der Blick richtet sich nun auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, die Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed geben könnten.
Zukunftsträchtiger ist die bevorstehende Entscheidung von US-Präsident Donald Trump über die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet. Trump drängt auf noch niedrigere Leitzinsen und wird vermutlich einen Nachfolger ernennen, der seiner Politik entspricht.
Auch technisch betrachtet bleibt der Euro stabil. Die Experten der Landesbank Helaba bestätigten in ihrem Morgenkommentar, dass der Euro oberhalb der Unterstützungszonen von 1,1679 Dollar und 1,1646/67 Dollar liegt, und die 21-Tagelinie von 1,1740 Dollar zuletzt unüberwindbar blieb.

