Ethereum-Kursanalyse: Kann ETH endlich aus dem Abwärtstrend ausbrechen?

Ethereum wird derzeit unterhalb von $2.200 gehandelt, während die zweite Woche des zweiten Quartals beginnt. Die Kryptowährung befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen einer sich langsam verbessernden kurzfristigen Struktur und einem weiterhin bärischen Tageschart. Seit den Tiefstständen im Februar konnte sich ETH über der wichtigen Unterstützung bei $1.800 halten, doch die Erholung verläuft holprig und wenig überzeugend.
Analyse des Tagescharts
Auf dem Tageschart hat sich das makroökonomische Bild in den letzten Wochen kaum verändert. ETH handelt weiterhin innerhalb eines klar definierten absteigenden Kanals, wobei der 100-Tage-Durchschnitt (ca. $2.400) und der 200-Tage-Durchschnitt (ca. $2.900) als komprimierende Widerstandsdecke fungieren. Besonders die Zone um $2.400 hat seit Februar als harte Obergrenze für Erholungsversuche gedient.
Der aktuelle Preis liegt knapp über dem kurzfristigen Widerstand, der sich in eine Unterstützung bei $2.150 verwandelt hat. Diese Ebene hat in den letzten Wochen als Dreh- und Angelpunkt gedient. Dennoch bleibt die Unterstützungszone bei $1.800 der wichtigste Bereich auf dem Chart.
Ein Durchbruch darunter auf Tagesbasis würde ETH einem Risiko von $1.600 und $1.400 aussetzen. Sollte der Preis jedoch die obere Grenze des absteigenden Kanals erfolgreich durchbrechen, könnte ein Anstieg über die $2.400-Marke und den 100-Tage-Durchschnitt erfolgen, was Käufer in den kommenden Tagen hoffen lässt.
ETH/USDT 4-Stunden-Chart
Im 4-Stunden-Chart zeigt sich, dass ETH seit Anfang Februar in einer breiten Spanne zwischen etwa $2.000 und $2.400 konsolidiert. Der aufsteigende Trend von den Tiefstständen bietet kurzfristige Unterstützung. Der Preis hat sich kürzlich wieder in Richtung des oberen Endes der Spanne bewegt und testet derzeit den Bereich um $2.150, wobei der RSI über 50 liegt. Dies deutet auf einen kurzfristigen Aufwärtsmomentum hin.
Der entscheidende Widerstand in diesem Zeitrahmen liegt bei $2.300–$2.400. Diese Zone hat in den letzten Wochen jede bedeutende Rallye begrenzt. Ein klarer Ausbruch und Schlusskurs über $2.400 wäre die konstruktivste Entwicklung, die ETH seit Monaten gesehen hat, und könnte einen Lauf in Richtung $2.800 eröffnen. Auf der Unterseite müssen die aufsteigende Trendlinie und die Unterstützungszone bei $1.800 halten, damit die kurzfristige Struktur intakt bleibt.
Stimmungsanalyse
Nach Monaten konstant positiver Finanzierungsraten während des Bullenmarktes 2025 hat sich das Bild seit dem Einbruch im Februar deutlich verändert. Während die extrem negativen Werte aus der Kapitulationsphase abgeklungen sind, sind die jüngsten Werte kleiner und zunehmend inkonsistent. Es gibt immer noch kurze Rückfälle in den negativen Bereich.
Dieser Verlust an Überzeugung in der Finanzierung ist bemerkenswert. Er deutet darauf hin, dass, obwohl die panikgetriebene Short-Positionierung aus dem frühen Februar bereinigt wurde, der Markt nicht in die Art von anhaltendem Aufwärtsdrang übergegangen ist, die ETHs Rallye in Richtung $5.000 charakterisierte.
Positive Finanzierungen sind technisch gesehen immer noch die dominierende Lesart, aber die schrumpfende Größe und die gelegentlichen roten Balken deuten auf einen Derivatemarkt hin, der unsicher bleibt, anstatt sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen, was mit der holprigen, seitwärts gerichteten Kursbewegung auf den Charts übereinstimmt.

