Eskalation auf höchster Ebene: Musk und Trump im offenen Clinch
Die bislang gut funktionierende Allianz zwischen dem Tech-Tycoon Elon Musk und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat sich in eine medienwirksame Auseinandersetzung verwandelt. Der innovative Kopf hinter Tesla und SpaceX stellt die führende Rolle Trumps innerhalb der Republikanischen Partei offen in Frage. Gleichzeitig hat Trump sein Arsenal auf Musks Unternehmen ausgerichtet und droht mit dem Entzug lukrativer Regierungsaufträge.
Ein Treffen zur Aussöhnung zwischen den beiden Giganten scheint in weite Ferne gerückt, nachdem Trump Berichte über ein angeblich anberaumtes Gespräch rigoros dementierte. In einem Interview zeigte sich Trump desinteressiert und wertete Musks jüngeres Verhalten ab.
Der Schlagabtausch begann im Kontext des von Trump propagierten Steuer- und Haushaltsgesetzes, bei dem Musk für deutlich stärkere Sparmaßnahmen eintritt. Die Diskussion erreichte einen neuen Höhenpunkt, als Musk seine eigenen Interessen als Motivation hinter Trumps Handlungen vermutete und ihm die Unwahrheit in Bezug auf Subventionskürzungen für die Elektroautoindustrie vorwarf.
Musk, ein Meister im Einsatz sozialer Medien, bewegte sich in das Herz der politischen Bühne, indem er den Republikanern im Kongress nahelegte, sein Lager zu wählen. Seine provokanten Einlassungen zielen darauf ab, Unterstützung für seine Sichtweise zu gewinnen – eine Bemühung, die angesichts seines massiven Vermögens und seiner politischen Einflusskraft nicht unbeachtet bleibt.
Die Spannungen eskalieren weiter, als Musk öffentlich eine Verbindung zwischen Trump und den Unterlagen des berüchtigten Jeffrey Epstein nahelegt – ein Schritt, der die Meinungsverschiedenheiten vertiefte und eine Versöhnung im politischen Raum kühner denn je erscheinen lässt.
Derweil verzeichnete die Tesla-Aktie einen beachtlichen Rückgang um über 14 Prozent, ausgelöst durch die Unsicherheiten rund um die Zukunft der Geschäftsbeziehungen von Musks Unternehmen mit den staatlichen Institutionen.

