Dnipro-Delta im Fokus: Eskalation durch verstärkte russische Angriffe
Im Delta des Dnipro-Flusses südlich der strategisch bedeutsamen Hafenstadt Cherson intensivieren russische Truppen ihre Anstrengungen in Richtung Eroberung. Die Häufigkeit der Angriffe hat sich laut Wladislaw Woloschin, Sprecher der ukrainischen Streitkräfte für diesen Bereich, spürbar erhöht.
Pro Tag verzeichne man mittlerweile sechs bis zehn Angriffe – ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu den vorherigen zwei bis drei Angriffen. Ziel der russischen Operationen sei es, stabile Brückenköpfe in dieser umkämpften Region zu errichten, um so die Kontrolle über die Dnipro-Inseln zu gewinnen.
Bisher seien alle Angriffe erfolgreich abgewehrt worden, so Woloschin weiter im ukrainischen Staatsfernsehen. Eine unabhängige Verifizierung dieser Angaben steht jedoch noch aus.
Die Kontrolle über die Dnipro-Inseln birgt laut ukrainischen Militäranalysten einen bedeutenden taktischen Vorteil. Sollte es Russlands Truppen gelingen, diese Positionen zu sichern, könnte ein Vorstoß auf das ukrainische Festland im äußersten Süden in betracht gezogen werden.
Eine solche Entwicklung hätte nicht nur militärische Auswirkungen, sondern könnte auch den gesamten Schifffahrtsverkehr in der Region empfindlich stören.

