Der Tod als fester Bestandteil unseres öffentlichen Lebens

10. Juli 2013, 11:16 Uhr · Quelle: klamm.de

Der Umgang mit der Sterblichkeit hat sich zunehmend gewandelt. Die heutige Gesellschaft besteht aus diversifizierten Lebensformen: Von der Patchworkfamilie bis hin zu zersplitterten oder weit voneinander entfernt lebenden Familien sowie Singlehaushalten. Unsere Begräbniskultur spiegelt diese Lebensstile wider. Letztlich bleibt es dem Zufall des derzeit aktuellen sozialen Lebensverbundes vor dem Ableben geschuldet, auf welche Art man schlussendlich beigesetzt wird. Dabei fungiert der klassische Friedhof zunehmend als funktionaler Bestattungsort, während die Trauerverarbeitung und das Gedenken an anderen Orten stattfinden. Sie wandern zunehmend in die Öffentlichkeit in die ewigen Weiten des World Wide Web ab.

Das Internet vergisst nicht

Gerne wird wiederholt kritisiert, dass das Internet nicht vergisst. Was einmal online ist, bleibt für immer online. So können intime Jugendsünden, die sichtbar und abrufbar für jeden im Netz landen, später zum möglichen Karriereknicks werden. Doch das grenzenlose Gedächtnis des Netzes hat auch etwas Positives: Erinnerungen an einen geliebten Menschen währen ebenfalls ewig. Damit stellen Internet-Gedenkstätten nicht nur einen unschätzbaren Wert für die Hinterbliebenen dar, sondern auch für kommende Generationen.

Die Suche nach unseren Wurzeln

Seit Menschengedenken suchen wir nach unserem existentiellen Ursprung: Wo komme ich her und wer waren meine Vorfahren? Ahnenforschung boomt mehr denn je. Die Motivation, die hinter der Familienforschung steht, ist vielseitig und reicht von dem Bedürfnis "den Vorfahren als Menschen näher kennenzulernen", bis hin zu dem Verlangen nach der Beantwortung der Frage "Wer bin ich?". Schätzungen gehen davon aus, dass jedes zehnte Neugeborene in Deutschland ein Kuckuckskind ist. Für diese spielt die Frage nach der genetischen Abstammung eine besondere Bedeutung. Doch einen Einblick in das Leben unserer Vorfahren können uns lediglich sie selbst geben. Bereits unsere Urahnen haben versucht uns dieses Wissen durch Höhlenmalereien zu vermitteln. Heute sind viele Familienhaushalte im Besitz eines Stammbuches und bereits seit Anfang der 1990er Jahre gibt es virtuelle Gedenk- und Trauerseiten. Im Gegensatz zu einer Todesanzeige oder Erzählungen , die von Generation zu Generation weitergegeben werden, leben Digital-Memorials von ihrer permanenten, weltweiten Abrufbarkeit. Die Erinnerung an den geliebten Menschen lebt zwar in den Herzen derer weiter, die ihm als Angehörigen am nächsten standen, doch oftmals enden sie auch mit ihnen. Dadurch geht ein unschätzbares Gedenkgut bereits mit den Kindeskindern verloren.

Gedenkgut - unbezahlbar und dennoch kostenlos

Einmal verloren ist Gedenkgut nicht wiederzuerlangen und Fragen bleiben unbeantwortet. Spätere Generationen wollen zumeist konkrete Antworten: "Warum hat mich die Familienseite, die ich bisher nicht kannte, sofort in ihr Herz geschlossen? Liegt es vielleicht daran, dass ich meinem im Krieg gefallenen Urgroßvater doch so ähnlich sehe?" Virtuelle Gedenkstätten wie Gedenkseiten.de können durch Bilder ergänzt werden. Sie sind komplett kostenfrei und werden von den Hinterbliebenen eigenständig erstellt und ergänzt. Auf diese Weise bieten sie einen würdevollen Rahmen zum Gedenken und zur Erinnerung. Als zusätzliche Ergänzung können virtuelle Kerzen für den lieben Menschen entzündet werden.

Lifestyle / Leben & Tod / Gedenkstätten
10.07.2013 · 11:16 Uhr
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