Brandanschlag auf Gaskraftwerk in Berlin: Ermittlungen in vollem Gange

Nach dem Brandanschlag im Berliner Südwesten, der einen weitreichenden Stromausfall verursachte, laufen die polizeilichen Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren. Bisher ist die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt nicht direkt eingebunden, wie von offizieller Seite bestätigt wurde.
Bereits bei einem ähnlichen Vorfall in Berlin-Köpenick im Jahr 2025, der rund 50.000 Stromkunden lahmgelegt hatte, übernahm die Generalstaatsanwaltschaft aufgrund der „besonderen Bedeutung des Einzelfalls“ die Ermittlungsführung. Die Spurensuche führte damals zu umfangreichen Polizeieinsätzen auf den Autobahnen 100 und 113, um Beweise für den mutmaßlich linksextremistischen Angriff zu sichern.
Die Behörden gehen erneut von einem Anschlag auf das Konto der sogenannten „Vulkangruppe“ aus, deren Bekennerschreiben mittlerweile als authentisch bewertet wird. Ähnliche Aktionen, wie die Sabotage in der Nähe der Tesla-Autofabrik in Brandenburg, untermauern diese Einschätzung. Das Schriftstück der Gruppe, das mit "Den Herrschenden den Saft abdrehen" betitelt ist, lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Es wird auf die Ausbeutung der Erde durch die fossile Energiewirtschaft aufmerksam gemacht und ein direkter Zusammenhang zum jüngsten Sabotageakt am Gaskraftwerk in Lichterfelde gezogen. Der Regierende Bürgermeister, Kai Wegner, verurteilt den Vorfall als terroristische Tat, was auch durch die Einschaltung von Landeskriminalamt, Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt unterstrichen wird. "Dies ist hier kein Spaß, sondern ein ernstzunehmender terroristischer Angriff", betonte der CDU-Politiker.

