Politisches Beben in Venezuela: Ein Paukenschlag auf internationaler Bühne

In Venezuela überschlagen sich die Ereignisse, nachdem US-Spezialkräfte den langjährigen Staatschef Nicolás Maduro festgenommen haben. Seine loyale Nachfolgerin, Delcy Rodríguez, ergriff schnell die Macht. In einer ersten Amtshandlung rief sie den Ausnahmezustand aus und wies die Sicherheitskräfte an, harte Maßnahmen gegen vermeintliche Kollaborateure des US-Angriffs zu ergreifen. Dies führte zur kurzzeitigen Festnahme von 14 Journalisten, die jedoch inzwischen wieder auf freiem Fuß sind.
Unterstützt durch Berichte, wonach Elemente im direkten Umfeld Maduros Informationen an die US-Truppen übermittelt hatten, wird nun fieberhaft nach weiteren Unterstützern gesucht. In den Straßen von Caracas zeichnen Videos aus sozialen Medien ein Bild von Unruhe und Unsicherheit, mit Schusswechseln und gepanzerten Fahrzeugen in der Nacht.
Maduro und seine Frau Cilia Flores wurden inzwischen nach New York gebracht, wo sie wegen möglicher Drogendelikte angeklagt werden. Vor Gericht beteuerte Maduro, er sei 'entführt' worden und beharrte darauf, weiterhin der rechtmäßige Präsident Venezuelas zu sein. Die nächste Anhörung ist für den 17. März terminiert, während Rodríguez in Caracas die Amtsgeschäfte als geschäftsführende Präsidentin übernommen hat.
Im UN-Sicherheitsrat wurde das Vorgehen der USA scharf kritisiert. Venezuela fand in Russland und China prominente Unterstützer, während die westlichen Staaten wie Großbritannien und EU-nahe Länder einen friedlichen Übergang forderten. Die Spannungen rufen Erinnerungen an eine vergangene Ära internationaler Machtkämpfe hervor.
Delcy Rodríguez, die unter Maduro als hartnäckige Kämpferin gegen den Einfluss der USA galt, hat die militärische Unterstützung im Land auf ihrer Seite. Sie signalisierte jedoch überraschenderweise Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Washington, betonte die Notwendigkeit von Frieden und Dialog in der Region.
Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge waren zahlreiche US-Einsatzkräfte an der Operation in Caracas beteiligt, unter anderem auch das FBI und andere Elitetruppen. Das politische Erdbeben in Venezuela könnte weitreichende Auswirkungen sowohl für die Region als auch die internationalen Beziehungen haben.

