Berliner Stromausfall: Behörden erwarten Übernahme der Ermittlungen durch Generalbundesanwalt
Im Zuge des massiven Stromausfalls im Südwesten Berlins, der auf einen Brandanschlag zurückzuführen ist, geht Berlins Innensenatorin Iris Spranger (CDU) von einer Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt aus. Sie sieht in dem Vorfall eine linksterroristische Tat und steht damit in Übereinstimmung mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), mit dem sie sich hierzu beraten hat. Die Entscheidung liegt letztlich beim Generalbundesanwalt, jedoch seien die Vorzeichen klar.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), teilt diese Einschätzung, betont jedoch, dass die bisherigen Ermittlungsbehörden wie das LKA, die Berliner Polizei und der Verfassungsschutz weiterhin in die Untersuchungen eingebunden bleiben. Wegner spricht von einem terroristischen Akt und sieht die Zuständigkeit bei den Bundesbehörden. Entschlossenheit ist das Schlagwort der Stunde: Wegner kündigt an, den Druck auf die Täter zu erhöhen, um diese schnellstmöglich zur Rechenschaft zu ziehen. Scharf verurteilt er das bewusste Gefährden von Menschenleben durch die Tat der militanten Kriminellen, für die er eine harte Bestrafung fordert.
Der Anschlag auf die Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannt hat, führte dazu, dass 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen vorübergehend ohne Strom waren. Der Betreiber Stromnetz Berlin rechnet damit, dass die Versorgung frühestens am Donnerstagnachmittag wiederhergestellt sein wird.

