Alcon scheitert an Übernahme: Widerstand der Aktionäre blockiert Staar-Deal
Der schweizerische Augenheilkunde-Konzern Alcon muss seine Übernahmepläne für das US-amerikanische Unternehmen Staar Surgical aufgeben. Trotz mehrerer Anläufe, das Kaufangebot attraktiver zu gestalten, verhinderten entschlossene Aktionäre von Staar letztendlich den Zusammenschluss. Die ursprünglich für Dienstag geplante außerordentliche Hauptversammlung, auf der die Zustimmung der Staar-Aktionäre eingeholt werden sollte, wurde damit obsolet.
Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass der Zusammenschluss von Staar mit Alcon auf wenig Gegenliebe stößt. Vorläufige Erhebungen eines renommierten Stimmrechtsberaters deuteten darauf hin, dass die notwendige Mehrheit an Ja-Stimmen nicht erreichbar war. Entsprechend gab Staar am Dienstagnachmittag bekannt, den Fusionsvertrag mit Alcon kündigen zu wollen. Überraschenderweise ergeben sich aus diesem Rückzug keine finanziellen Konsequenzen für beide Unternehmen, da Kündigungszahlungen entfallen.
Die Börse reagierte gemischt auf die Nachricht vom geplatzten Deal. Alcon konnte an der Schweizer Börse einen Zuwachs von 2,2 Prozent verzeichnen, mit einem Aktienkurs, der auf 64,92 Franken anstieg. Im Gegensatz dazu erlitt Staar an der Nasdaq einen drastischen Kurseinbruch von 13 Prozent, was die Gemüter der Anleger in Wallung brachte.

