Berlins Stromausfall: Regierender Bürgermeister spricht von Terrorismus
Der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, hat den schwerwiegenden Angriff auf die Stromversorgung der Hauptstadt als terroristischen Akt klassifiziert. "Das war mehr als nur Brandstiftung oder Sabotage", betonte der CDU-Politiker in einem Interview mit der "Abendschau" des RBB-Fernsehens. Man müsse den Ernst dieser Tat erkennen: "Eine linksextremistische Gruppe hat erneut unsere Infrastruktur attackiert und damit das Leben vieler Menschen gefährdet", fügte er hinzu. Besonders gefährlich sei die Situation für vulnerable Gruppen, wie ältere Menschen mit Beatmungsgeräten oder Familien mit Kleinkindern.
Der Bürgermeister zeigte sich entschlossen: "Wir müssen diese Täter jetzt schnappen." Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, auch auf bundesweiter Ebene. Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz sind involviert, ebenso wie das Bundeskriminalamt, das sich der Tragweite des Vorfalls bewusst ist. Wegner unterstrich die Notwendigkeit, den Fahndungsdruck zu erhöhen, um die Täter so schnell wie möglich zu fassen.
Nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannt hat, wurde der Südwesten Berlins am Samstagmorgen von einem Stromausfall heimgesucht. Rund 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen waren ohne Strom. Wie Stromnetz Berlin mitteilte, wurde die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und fast 500 Unternehmen aber mittlerweile wiederhergestellt. Auch einige große Krankenhäuser konnten an das Netz angeschlossen werden, während betroffene Haushalte im schlimmsten Fall bis Donnerstagnachmittag warten müssen.

