Bechtle plant Endspurt: Optimismus treibt Aktienkurse
Der IT-Dienstleister Bechtle überrascht mit einem unerwartet starken dritten Quartalsergebnis und blickt zuversichtlich auf das Jahresendgeschäft. Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz zeigte sich überzeugt, dass die positive Entwicklung im vierten Quartal noch weiter intensiviert werden könne und bestätigte die Jahresprognose. Dabei sei es nicht ausgeschlossen, dass Bechtle die untere Zielgrenze deutlich übertreffen könnte, sollten alle Faktoren günstig ausfallen. Dies beflügelte die Bechtle-Aktie, die kräftige Kursgewinne verzeichnete.
Im MDax steig der Kurs der Bechtle-Aktie zwischenzeitlich um mehr als 16 Prozent und näherte sich erneut dem im August erreichten Jahreshoch von über 42 Euro. In den letzten Wochen hatte das Papier zuvor bis auf fast 33 Euro nachgegeben, notiert nun aber wieder bei 40,08 Euro, was einem Zuwachs von 30 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
Den Optimismus für das Schlussquartal bezieht Bechtle insbesondere aus der Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern, die gegenwärtig wesentliche Wachstumsimpulse liefern. Um die Prognosen zu erreichen, müsste das Unternehmen das Vorsteuerergebnis im letzten Quartal jedoch um ein Viertel steigern. Trotz der makroökonomischen Herausforderungen in Deutschland und Frankreich registriert Bechtle in anderen Märkten positive Tendenzen.
Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte der Konzern sein Geschäftsvolumen um 8,4 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro – eine Premiere über der Zwei-Milliarden-Euro-Schwelle. Der Umsatz wuchs um 5,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro, während das Vorsteuerergebnis um 2,4 Prozent auf 80,5 Millionen Euro zulegte. Analysten sehen in den jüngsten Zahlen und den optimistischen Ausblicken einen Vertrauensbeweis, der der Aktie eine Jahresendrally bescheren könnte.

