Ben Affleck und Matt Damon werden von echten Polizisten verklagt
(BANG) - Ben Affleck und Matt Damon werden von Polizisten aus Miami verklagt.
Im neuesten Film der beiden Freunde, 'The Rip' – produziert von ihrer eigenen Firma Artists Equity – spielen sie zwei Polizeibeamte, die Korruption innerhalb des Miami-Dade Police Department aufdecken, nachdem sie 20 Millionen Dollar Drogengeld eines Kartells gefunden haben. Eine neue Klage wirft ihnen nun vor, reale Personen verleumdet zu haben, die angeblich als Inspiration für die Geschichte dienten.
Jason Smith und Jonathan Santana sind Beamte im Miami-Dade Sheriff’s Office. Obwohl sie im Film nicht namentlich erwähnt werden, verklagen sie Artists Equity sowie Ben und Matts Produktionsfirma Falco Productions wegen der Darstellung der Polizeifiguren in 'The Rip'. Laut Unterlagen, die 'Entertainment Weekly' vorliegen, argumentiert die Klage, dass Lieutenant Dane Dumars (gespielt von Damon) und Detective Sergeant J.D. Byrne (gespielt von Affleck) so stark mit Jason und Jonathan in Verbindung gebracht würden, dass ihre Darstellung zu "erheblichem Schaden für ihren persönlichen und beruflichen Ruf" geführt habe. Grund dafür sei, dass der Film und seine Werbung "Fehlverhalten, schlechtes Urteilsvermögen und unethisches Verhalten im Zusammenhang mit einer realen Polizeiermittlung implizieren". Die Beamten werfen den Produzenten Verleumdung sowie indirekte Verleumdung vor und klagen außerdem wegen vorsätzlicher emotionaler Belastung.
Der Klage zufolge basiert 'The Rip' auf einem realen Vorfall vom Juni 2016, bei dem Jason und Jonathan mehr als 21 Millionen Dollar beschlagnahmten. Deshalb argumentieren sie, dass "die Verwendung einzigartiger, nicht allgemeiner Details der Ermittlungen vom 29. Juni 2016, kombiniert mit dem Schauplatz Miami-Dade und der Darstellung einer Drogenfahndungseinheit, den begründeten Eindruck erweckt, dass die dargestellten Beamten die Kläger sind". In der Klageschrift werden mehrere Szenen hervorgehoben, in denen die Figuren Verfahrensregeln missachten, darunter eine Szene, in der Ben Afflecks Figur einen Agenten der Drug Enforcement Administration (DEA) tötet.
Der Film beginnt mit dem Hinweis, das Projekt sei "von wahren Ereignissen inspiriert". In der Klage wird jedoch argumentiert, dass, abgesehen von der Tatsache, dass eine große Beschlagnahmung stattfand, "die im Film dargestellten Ereignisse nie passiert sind". 'The Rip' soll laut den Beamten dazu geführt haben, dass Familienmitglieder und Kollegen vermuteten, sie hätten beschlagnahmtes Geld genutzt, um "private Immobilien zu renovieren, Fahrzeuge und Boote zu kaufen sowie Privatschulen für ihre Kinder zu finanzieren". Deshalb argumentieren die Anwälte von Jason und Jonathan, "dass Zuschauer das Miami-Dade Police Department und die Kläger mit den korrupten Darstellungen in 'The Rip' in Verbindung bringen".
Laut der Klage hatten die beiden Männer den Produktionsfirmen bereits vor rechtlichen Schritten einen Brief geschickt, in dem sie die angeblich verleumderischen Inhalte detailliert aufführten. Darin forderten sie die Firmen im Dezember 2025 auf, die Veröffentlichung des Films zu stoppen. Die Beklagten sollen jedoch erst nach dem Kinostart von 'The Rip' im Januar dieses Jahres reagiert haben. Dabei hätten sie erklärt, die "Bedenken seien unbegründet, da Sergeant Smith im Film nicht ausdrücklich genannt werde und keine Andeutung gemacht werde, dass die Kläger Fehlverhalten begangen hätten". Die beiden Männer fordern nun Schadensersatz, die Übernahme der Anwaltskosten sowie "eine öffentliche Richtigstellung und Korrektur", einschließlich "eines deutlich sichtbaren Haftungsausschlusses" im Film.


