ATX schreibt Geschichte: Zwölfmal in Folge im Plus
Der österreichische Leitindex ATX hat am Dienstag seine historische Gewinnserie fortgesetzt und einen neuen Höchststand erreicht. Nach einem Plus von 0,38 Prozent notierte der ATX bei Handelsende bei 5.415,39 Punkten. Diese bemerkenswerte Serie von zwölf Tagen im Gewinn stellt einen neuen Rekord seit Bestehen des Index im Jahr 1991 dar. Auch der ATX Prime zeigte sich mit einem Anstieg von 0,33 Prozent auf 2.688,59 Punkte in bester Verfassung, während in Europa insgesamt neue Höchststände verzeichnet wurden.
Marktbeobachter führen die positive Entwicklung zu Jahresbeginn auf optimistische Erwartungen hinsichtlich der deutschen Wirtschaft zurück. Bereits im Vorjahr trug dies erheblich zur Performance des ATX bei, und Analysten sehen weiterhin Potenzial bei zahlreichen heimischen Werten. Moderate Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich beeinflussten die Märkte nur geringfügig, ebenso wie enttäuschende Daten aus dem Dienstleistungssektor. Parallel dazu wurde die geopolitische Lage in Venezuela beobachtet, ohne dass sie den Markt wesentlich belastete.
In der Unternehmenslandschaft war es vergleichsweise ruhig. OMV erhielt von der kanadischen Bank RBC eine Bestätigung der 'Sector Perform'-Einschätzung, mit einem unveränderten Kursziel von 50 Euro. Die Integration von Borouge werde als vorteilhaft für das Chemiegeschäft bewertet. OMV-Papiere stiegen leicht um 0,1 Prozent auf 48,44 Euro. EVN konnte um 1,6 Prozent auf 28,30 Euro zulegen, gestützt durch eine Kurszielanhebung der Baader Bank. Wienerberger hingegen verzeichnete ein Minus von 0,7 Prozent trotz einer bekräftigten 'Overweight'-Empfehlung der Barclays-Analysten. Der ATX profitierte zudem von kräftigen Zugewinnen bei den Bankwerten BAWAG und RBI, die 1,5 und 2,6 Prozent zulegten. Dagegen musste die Erste Group leichte Verluste von 0,4 Prozent hinnehmen. Auch bei anderen Titeln wie Strabag und UNIQA kam es zu Gewinnmitnahmen, die zu einem Rückgang von bis zu 1,3 Prozent führten.

