Amadeus Fire: Anlegerstimmung kippt nach Quartalsbericht
Die Aktien von Amadeus Fire erfahren einen erneuten Dämpfer, nachdem der Personaldienstleister in seinem jüngsten Quartalsbericht eine vorsichtige Prognose für das verbleibende Geschäftsjahr abgab. Bis zum Nachmittag des Berichtstages verzeichnete das Wertpapier ein Minus von 3,6 Prozent und rückte damit erneut an die 50-Euro-Marke heran.
Marc-Rene Tonn von Warburg Research erläuterte, dass Amadeus Fire weiterhin vor erheblichen Herausforderungen steht. Das derzeitige wirtschaftliche Umfeld zwingt viele Unternehmen, mit einem knapperen Personalbestand auszukommen, was die Jobunsicherheit erhöht. Zahlreiche Einstellungsprozesse und Rekrutierungsentscheidungen werden aufgeschoben oder gar gestrichen, so der Experte.
In Reaktion auf diese Umstände revidierte Amadeus Fire seine Gewinnprognose und erwartet nun einen operativen Gewinn (Ebita) im unteren Bereich der bereits im Sommer nach unten korrigierten Spanne von 15 bis 25 Millionen Euro. Thomas Wissler von MWB Research sieht in den laufenden Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Weiterbildungssparte Comcave sowie der Integration des kürzlich erworbenen Unternehmens Masterplan jedoch Potenzial für Wachstum ab 2026.
Gegenwärtig bewegen sich die Aktienwerte von Amadeus Fire in Richtung ihres Tiefs seit 2014, das knapp unter 50 Euro nur wenig überschritten wurde. Eine kurzfristige Erholung hatte den Kurs zwar kurzzeitig auf einen Höchststand von 57,70 Euro in die Nähe der 50-Tage-Linie geführt, doch seit dem Hoch am 9. Oktober sind die Kurse um mehr als elf Prozent gesunken.

