Glyphosat im Fokus: USA setzen auf nationale Sicherheit und Versorgungssicherheit

US-Präsident Donald Trump hat jüngst eine Verordnung unterzeichnet, die dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in den Vereinigten Staaten besondere Bedeutung zuschreibt. Dieser Schritt soll die Versorgungssicherheit der amerikanischen Landwirtschaft gewährleisten. Die neuen Regelungen betonen die Bedeutung von Glyphosat- und Phosphat-basierten Produkten für die nationale und Lebensmittelsicherheit der USA und sollen die Produktion aufrechterhalten. Zu den führenden Produzenten von Glyphosat gehört der deutsche Chemieriese Bayer mit seiner US-Tochter Monsanto. Bekannt ist Monsanto vor allem für das Glyphosat-haltige Produkt Roundup.
Ein Vertreter von Bayer unterstrich die Notwendigkeit, dass US-Landwirte Zugang zu im Inland produzierten Pflanzenschutzmitteln haben, und versicherte die Einhaltung der neuen Vorgaben. Interessanterweise gibt es in den USA derzeit nur einen bedeutenden Hersteller dieses Herbizids – die Bayer-Tochter Monsanto – was laut der Verordnung der US-Regierung die Verteidigungsindustrie und Ernährungssicherheit anfällig für externe Bedrohungen macht. In dieser Verordnung wird zudem festgehalten, dass die Ministerien sicherstellen sollen, dass inländische Produktionsbetriebe keine negativen Konsequenzen aus der Herstellung dieser Produkte erleiden.
Bayer steht indes weiterhin im Zentrum der Diskussionen um die potenziell krebserregende Wirkung von Glyphosat. Trotz der Anerkennung der Sicherheit durch diverse Wissenschaftler und Behörden weltweit, sieht sich der Konzern mit milliardenschweren Sammelklagen in den USA konfrontiert. Jüngst wurde ein Vergleich bekannt, der eine Zahlung von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar vorsieht, vorbehaltlich einer gerichtlichen Genehmigung.
Bayer bleibt jedoch standhaft in seiner Position, dass Glyphosat ein unverzichtbares und sicheres Mittel für Landwirte darstellt, wie seines Vorstandsvorsitzenden Bill Anderson kürzlich betonte. Die Einschätzungen der Gesundheitsbehörden weltweit spiegeln diese Ansicht größtenteils wider.

