DAX auf Abwärtskurs: Inflationssorgen und gemischte Unternehmensausblicke belasten

Nachdem der DAX am Vortag die Marke von 25.000 Punkten mit einem wahren Befreiungsschlag hinter sich gelassen hatte, trat der deutsche Leitindex am Donnerstag den Rückzug an und verlor bis zum Mittag 0,87 Prozent auf 25.059 Punkte. Besonders ins Auge fielen erhebliche Kursverluste beim Flugzeugbauer Airbus, dessen konservativer Ausblick die Markterwartungen enttäuschte. Analysten hatten auf höhere Flugzeugauslieferungen gehofft, jedoch rutschten die Aktien um 6,7 Prozent ab und markierten damit das Ende des DAX.
Für zusätzliche Ernüchterung sorgte das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank. Die Fed unterstrich die Risiken, die durch eine zu hoch bleibende Inflation entstehen könnten, was die Hoffnungen auf eine zeitnahe Zinssenkung zunichte machte. Dennoch hatte der DAX tags zuvor einen Höchststand seit Mitte Januar mit 25.315 Punkten erreichen können, womit das Rekordhoch von über 25.507 Punkten aus demselben Jahr fast in greifbarer Nähe schien.
Der MDAX verlor am Donnerstag 1,14 Prozent auf 31.382 Zähler, während der EuroStoxx 50, der Eurozonen-Leitindex, um 0,8 Prozent nachgab. Verbessern konnte sich hingegen der Immobilienkonzern Vonovia, dessen Aktien von einer Hochstufung durch Morgan Stanley profitierten und um 1,5 Prozent zulegten.
Im MDAX setzte eine Verkaufsempfehlung der UBS der Freenet-Aktie zu, die mit einem Rückgang von über 9 Prozent ihren jüngsten Aufwärtstrend abrupt beendete. Dagegen legten die Anteilsscheine der DWS Group aufgrund einer Kaufempfehlung der UBS um rund drei Prozent zu.
Nicht alle Nachrichten vom Parkett waren jedoch positiv. Flatexdegiro erlebte trotz einer Dividendenanhebung einen Rückgang von fast acht Prozent, da die Dividendenrendite als weiterhin niedrig bewertet wurde und die Gewinnprognose des Online-Brokers für 2026 hinter den Erwartungen zurückblieb. Ein Händler äußerte zu den Krones-Jahreszahlen zwar einige Schwächen, betonte jedoch den positiven Ausblick des Unternehmens. Die Aktien gaben dennoch um 4,5 Prozent nach.

