Airbus plant Rekordauslieferungen trotz Triebwerksproblemen

Airbus, der weltweit führende Flugzeughersteller, strebt für das Jahr 2026 eine Rekordauslieferung von Flugzeugen an. Der Konzern plant, die Zahl der ausgelieferten Maschinen auf 870 zu erhöhen und somit den bisherigen Rekord von 863 Maschinen aus dem Jahr 2019 zu übertreffen. Trotz dieser ambitionierten Pläne steht Airbus jedoch vor erheblichen Herausforderungen, bedingt durch die schleppenden Triebwerkslieferungen des US-Unternehmens Pratt & Whitney. Die Verzögerungen betreffen vor allem die beliebte Modellreihe A320neo, deren Produktionspläne aufgrund der Triebwerksprobleme weiter in die Zukunft verschoben werden müssen. Airbus-Chef Guillaume Faury machte deutlich, dass die Defizite von Pratt & Whitney erheblichen Einfluss auf die Unternehmensprognosen und den geplanten Produktionszuwachs haben.
Dies schlug sich auch an der Börse nieder, wo die Airbus-Aktie einen Verlust von fast sieben Prozent verzeichnete. Trotz der Schwierigkeiten konnte Airbus seine Finanzziele im abgelaufenen Jahr übertreffen. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 73,4 Milliarden Euro, und der bereinigte operative Gewinn nahm um ein Drittel zu. Ein Rekordauftragsbestand von nahezu 9.000 Flugzeugen sichert langfristig die Geschäftsaussichten, während der einzige nennenswerte Konkurrent Boeing weiterhin mit eigenen Problemen zu kämpfen hat.
Die Airbus-Sparte für Hubschrauber und die Rüstungs- und Raumfahrtsparte trugen ebenfalls zum positiven Ergebnis bei. Trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Branche bleibt der Flugzeughersteller zuversichtlich, seine Marktstellung weiter auszubauen.

