Airbus-Aktie nach schwachem Ausblick unter Druck

Die Anleger des Luftfahrtkonzerns Airbus zeigten sich am Donnerstag wenig begeistert vom aktuellen Geschäftsausblick. Die Aktien des Unternehmens erlitten einen kräftigen Rückgang und fielen auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Damit rutschten sie auch unter die 200-Tage-Linie, einem wichtigen Indikator für den längerfristigen Trend. Das Minus betrug zuletzt 7,3 Prozent und ließ den Kurs auf 185,90 Euro sinken, womit Airbus die schwächste Performance im Dax verzeichnete.
Noch am Vortag hatten die Aktien die 200-Euro-Marke überschritten, während sie im Januar zeitweise über 221 Euro notierten. Der langsame Fortschritt beim Produktionsausbau enttäuschte die Aktionäre, obwohl Airbus für 2026 rekordhohe Auslieferungen von 870 Verkehrsflugzeugen in Aussicht stellte. Analysten hatten jedoch mit einem Anstieg auf über 900 Maschinen gerechnet.
Ein Marktteilnehmer merkte an, dass der Ausblick schwach wirke, auch wenn er möglicherweise konservativ angesetzt sei. Diese Entwicklung kam nicht völlig unerwartet, da die Aktien seit ihrem Hoch im Januar um bis zu 15 Prozent gesunken sind. Ermutigung gab es lediglich an der 200-Tage-Linie, wo vermehrt Käufer spürbar wurden.
Während Goldman-Analyst Sam Burgess die soliden Ergebnisse für 2025 lobte, äußerte er Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Lieferkettenprobleme im Jahr 2026. Neben den enttäuschenden Auslieferungsprognosen trüben auch die Zielsetzungen für den operativen Gewinn (Ebit) und den Free Cashflow die Stimmung am Markt. Ken Herbert von der RBC bewertete das vierte Quartal insgesamt als durchwachsen. Die Umsätze waren leicht schwächer, das operative Ergebnis jedoch besser. Der schwache Ausblick auf 2026 überschattet jedoch die positiven Aspekte, auch wenn Herbert die Prognosen von Airbus für 'angemessen konservativ' hält.
Barclays-Expertin Milene Kerner bemerkte positiv, dass Airbus nun eine klarere Produktionsprognose für den A320-Jet abgegeben hat, was eine Unsicherheitsquelle beseitigt. Damit kann sich Airbus wieder auf die Steigerung der Produktion und das Wachstum im Verteidigungsbereich konzentrieren.

