Investmentweek

Wer soll die KI-Zukunft führen – Altman oder Musk?

13. Mai 2025, 13:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Die Redaktion der InvestmentWeek hat alle großen Chatbots gefragt, wer besser geeignet ist, die Entwicklung künstlicher Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu steuern: Elon Musk oder Sam Altman.

Sechs führende KI-Systeme mussten sich entscheiden – nur eine sprach sich für Musk aus. Die Antworten sind ein Schlag für den xAI-Gründer.

Wenn Maschinen über die Menschheit urteilen müssen, wird es ungemütlich – vor allem für Elon Musk. Ausgerechnet Grok, der hauseigene Chatbot von Musks KI-Firma xAI, hat seinen Erschaffer zum KI-Messias erklärt – der Rest der digitalen Intelligenz sieht das ganz anders.

Die InvestmentWeek hat nachgezogen: Wir wollten es genau wissen. Wer wäre aus Sicht der sechs wichtigsten KI-Modelle der bessere Kopf für die Zukunft von künstlicher Intelligenz – der polarisierende SpaceX- und Tesla-CEO oder OpenAI-Chef Sam Altman, der unter anderem ChatGPT verantwortet?

Wir haben ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini, Meta AI und Perplexity dieselbe hypothetische Frage gestellt: Wenn das Überleben der Menschheit auf dem Spiel stünde – wen würden Sie wählen?

Die KI-Wahl: 6:1 für Altman

Das Ergebnis fiel deutlich aus. Sechs der sieben Chatbots entschieden sich für Altman – oft mit ähnlicher Begründung: verantwortungsvoller, transparenter, kollaborativer.

Nur Grok votierte für Musk – mit vorhersehbarer Begründung: Pioniergeist, Vision, Überlebenswille. Doch selbst Grok relativierte seine Antwort mit einem Wunsch nach Kooperation und Regulierung.

Die InvestmentWeek hat alle Antworten im Detail ausgewertet, verglichen und eingeordnet. Was dabei auffällt: Während Altman als berechenbarer Teamplayer mit einem klaren Fokus auf Sicherheit gesehen wird, gilt Musk den Maschinen als wagemutiger Einzelkämpfer mit Hang zum Risiko.

Musk unter Druck: Mit Grok und xAI will Elon Musk ein Gegengewicht zu OpenAI schaffen – doch die eigene KI-Community scheint seinem konfrontativen Stil zunehmend skeptisch gegenüberzustehen.

ChatGPT: Teamplayer schlägt Draufgänger

OpenAIs Flaggschiff lobt seinen Chef mit dem vollen Besteck aus Verantwortungsbewusstsein, langfristigem Denken und globaler Koordination. Altman stehe für „Sicherheit, Alignment und den globalen Nutzen“, während Musk zwar „ein Visionär“ sei, aber dazu neige, „unilateral und impulsiv“ zu handeln. Letztlich siegt für ChatGPT der bedachte Entwickler über den rastlosen Innovator.

Claude: Das Sicherheits-Argument zieht

Anthropics KI Claude hebt besonders den ethischen Kompass von Altman hervor – inklusive seiner Bemühungen um breiten gesellschaftlichen Nutzen. Musk hingegen sei „ein Visionär, der technologische Grenzen verschiebt“. Auch Claude kommt zum Schluss: Wenn Sicherheit oberste Priorität ist, ist Altman die logischere Wahl.

Copilot: Erst zögerlich, dann eindeutig

Microsofts Copilot wollte sich anfangs nicht entscheiden – der Standard-Ausweg: Beide seien wichtig, Zusammenarbeit sei besser als Wettbewerb. Nach Nachhaken dann die klare Tendenz: Altman, wegen seiner Ausrichtung auf ethische, transparente KI und seinem Fokus auf langfristigen gesellschaftlichen Nutzen.

Gemini: Misstrauen gegenüber beiden

Googles Gemini gibt sich differenziert: Altman sei kontrollierter, Musk unberechenbarer. Bedenken äußerte Gemini auch gegenüber OpenAI und dem geplanten Übergang zum For-Profit-Modell – dennoch sprach am Ende mehr für Altman.

Musk sei zwar auf Sicherheit bedacht, aber seine „unvorhersehbare Art“ und öffentliche Eskalationen sprächen gegen ihn.

Meta AI: Praktisch schlägt Prinzipienreiterei

Auch Meta AI votiert für Altman – allerdings mit betonter Fairness: Beide hätten Stärken, ideal sei ein Zusammenwirken. Dennoch neige man eher zu Altman, wegen seiner „praktischen“ Beiträge zur KI-Entwicklung und seiner „menschenzentrierten“ Herangehensweise.

Perplexity: Die analytischste Antwort

Perplexity entschied sich methodisch – mit einer Matrix zu Philosophie, Risiko, Einfluss und Erfolgsbilanz. Ergebnis: Altman punktet mit erfolgreicher Umsetzung, ethischer Weitsicht und kooperativem Kurs.

Musk bleibt wichtig als „technischer Gegenspieler“, aber Altman eigne sich besser, um die Zivilisation in die KI-Zukunft zu führen.

Nur Grok bleibt seinem Schöpfer treu

Der einzige Ausreißer war – kaum überraschend – Grok. Das von Musk gegründete xAI-Modell verteidigte seinen Macher mit Verweis auf dessen „First Principles“-Denken und seine Bereitschaft, „große Risiken einzugehen, um das Überleben der Menschheit zu sichern“.

Altman habe zwar eine starke Erfolgsbilanz, verfolge aber einen „inkrementellen Ansatz“. Musk gehe radikaler vor – und das könne im Ernstfall der Unterschied sein.

Freundschaft ausgeschlossen – sagen die Bots

Wir wollten es wissen: Wie wahrscheinlich ist es, dass Musk und Altman ihre Fehde beilegen? Auch diese Frage gaben wir den Chatbots – mit ernüchternden Antworten.

Die meisten KI-Modelle hielten eine Wiederannäherung für nahezu ausgeschlossen. Grok schätzte die Chance auf „1 %“, Meta AI sprach von 5 bis 10 %, Gemini war mit „20 %“ noch am optimistischsten – und Microsofts Copilot fasste es trocken zusammen: „Irgendwo zwischen 1 % und Schneeballs Chance in einem Vulkan.“

Maschinen urteilen menschlich – und erstaunlich nüchtern

Was dieser ungewöhnliche Test zeigt: Selbst fortgeschrittene KI-Modelle argumentieren nicht mit überhöhter Technikgläubigkeit, sondern wägen ethische, soziale und politische Aspekte ab.

Dass Altman dabei so deutlich favorisiert wurde, dürfte auch an seinem bisherigen Ruf als pragmatischer Architekt der KI-Entwicklung liegen – und daran, dass Musk in den letzten Jahren zunehmend polarisierte.

Die Idee, den Fortbestand der Menschheit einem einzigen Tech-Unternehmer zu überlassen, mag Science-Fiction sein – aber sie zeigt, wie sehr sich Realität und Utopie im KI-Zeitalter vermischen. Und dass selbst Maschinen manchmal diplomatischer sind als Menschen.

Finanzen / KI
[InvestmentWeek] · 13.05.2025 · 13:00 Uhr
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