Michael C. Jakob und die Kritik, die er selbst am lautesten äußert
Die Kritik richtet sich gegen aktiv gemanagte Investmentfonds — genauer: gegen ihre Gebührenstruktur, ihre dokumentierte Underperformance und die Beharrlichkeit, mit der sie trotzdem vertrieben werden.
Jakob ist nicht der Erste, der diese Kritik formuliert. Die akademische Forschung ist seit den 1990er Jahren eindeutig. Aber Jakob ist einer der wenigen im deutschen Markt, der diese Kritik nicht nur äußert, sondern durchrechnet — und zwar mit einer Präzision, die den Unterschied zwischen abstrakter Kapitalmarktkritik und konkreter Vermögensvernichtung sichtbar macht.
Diese Kritik ist trocken. Sie enthält keine moralischen Urteile über Fondsmanager. Sie enthält Zahlen. Und die Zahlen sprechen für sich.
Die Grundstruktur der Kritik: Kosten, die niemand spürt — bis es zu spät ist
Michael C. Jakob hat die Kritik an aktiven Fonds in zahlreichen Beiträgen, Interviews und Analysen formuliert. Die zentrale These lässt sich auf einen Satz reduzieren:
„Aktive Fonds kosten zu viel für das, was sie leisten — und dieser Kostenunterschied ist über lange Zeiträume der entscheidende Faktor für Vermögensaufbau."
Die Kritik beginnt mit einer Unterscheidung, die viele Anleger nicht treffen: zwischen Bruttorendite und Nettorendite. Die Bruttorendite ist das, was ein Fonds am Markt erwirtschaftet. Die Nettorendite ist das, was beim Anleger ankommt — nach Abzug aller Kosten. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt eine Differenz, die im ersten Jahr unerheblich wirkt und nach dreißig Jahren den Unterschied zwischen finanzieller Unabhängigkeit und Mittelmaß ausmacht.
Jakob formuliert das in einem Interview so: „Wenn Sie einem Anleger sagen, ein Fonds kostet 1,5 Prozent pro Jahr, nickt er. Wenn Sie ihm sagen, dass dieser Fonds über dreißig Jahre 35 Prozent seines Endvermögens kostet, ist er schockiert. Beides ist dieselbe Zahl — nur einmal komprimiert, einmal ausgerechnet."
Diese Rechnung ist der Kern seiner Kritik. Sie ist nicht kompliziert. Sie ist nur unangenehm.
Rechenbeispiel 1: Der Unterschied zwischen 0,2 Prozent und 1,8 Prozent Kosten
Nehmen wir zwei Anleger. Beide investieren 10.000 Euro. Beide lassen ihr Geld dreißig Jahre lang liegen. Beide erzielen dieselbe Bruttomarktrendite von durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr — das entspricht in etwa der langfristigen Rendite des weltweiten Aktienmarkts.
Anleger A investiert in einen passiven Indexfonds mit 0,2 Prozent laufenden Kosten pro Jahr. Seine Nettorendite beträgt also 6,8 Prozent.
Anleger B investiert in einen aktiv gemanagten Fonds mit einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent (einmalig) und laufenden Kosten von 1,5 Prozent pro Jahr. Seine effektiven Anfangskosten bedeuten, dass nur 9.500 Euro tatsächlich investiert werden. Seine Nettorendite beträgt 5,5 Prozent.
Nach dreißig Jahren sieht das Ergebnis wie folgt aus:
- Anleger A hat ein Endvermögen von 72.344 Euro.
- Anleger B hat ein Endvermögen von 49.840 Euro.
Die Differenz: 22.504 Euro — oder 31 Prozent weniger Vermögen bei Anleger B. Nicht weil der Markt schlechter gelaufen ist. Nicht weil der Fondsmanager unfähig war. Sondern weil die Kosten über dreißig Jahre hinweg einen mathematisch zwingenden Effekt hatten.
Jakob kommentiert solche Rechnungen mit der Bemerkung: „Das ist keine Spekulation. Das ist Arithmetik. Wenn Sie jedes Jahr 1,3 Prozentpunkte mehr Kosten tragen, verlieren Sie über dreißig Jahre ein Drittel Ihres Vermögens. Das ist keine Meinung — das ist der Zinseszinseffekt, rückwärts gerechnet."
Rechenbeispiel 2: Was ein monatlicher Sparplan über 35 Jahre kostet
Die zweite Rechnung betrifft nicht die Einmalanlage, sondern den typischen Fall eines langfristigen Sparplans — etwa für die Altersvorsorge.
Ein Anleger spart 35 Jahre lang monatlich 300 Euro. Das entspricht einer Gesamteinzahlung von 126.000 Euro über die gesamte Laufzeit. Wieder gehen wir von sieben Prozent Bruttorendite am Markt aus.
Szenario 1: Passiver ETF mit 0,2 Prozent Kosten
Nettorendite: 6,8 Prozent pro Jahr. Endvermögen nach 35 Jahren: 569.600 Euro.
Szenario 2: Aktiver Fonds mit fünf Prozent Ausgabeaufschlag und 1,5 Prozent laufenden Kosten
Effektive monatliche Investition nach Ausgabeaufschlag: 285 Euro (fünf Prozent gehen an die Vertriebskosten). Nettorendite: 5,5 Prozent pro Jahr. Endvermögen nach 35 Jahren: 349.100 Euro.
Die Differenz: 220.500 Euro.
Das bedeutet: Der Anleger im aktiven Fonds verzichtet auf mehr als 200.000 Euro Vermögen — nicht weil er weniger eingezahlt hat (die 15 Euro Ausgabeaufschlag pro Monat summieren sich nur auf 6.300 Euro über 35 Jahre), sondern weil die laufenden Kosten den Zinseszinseffekt systematisch reduziert haben.
Jakob fasst das so zusammen: „Ein junger Mensch, der mit 30 Jahren anfängt zu sparen und mit 65 in Rente geht, zahlt für einen aktiven Fonds mit typischen deutschen Gebühren den Gegenwert einer Eigentumswohnung. Nicht an den Markt — an die Kostenstruktur eines Produkts, das in der Mehrheit der Fälle nicht einmal eine bessere Rendite liefert als ein Index."
Die empirische Grundlage: Warum aktive Fonds mehrheitlich nicht liefern
Die Kritik wäre akademisch, wenn aktive Fonds ihre Kosten durch Mehrrendite rechtfertigen würden. Das ist die Kernfrage: Schlagen aktiv gemanagte Fonds ihre Benchmark — also den Index, den sie übertreffen wollen — nach Abzug aller Kosten?
Die Antwort ist seit Jahrzehnten empirisch dokumentiert. Der SPIVA-Report (S&P Indices Versus Active), der halbjährlich erscheint, misst die Performance aktiver Fonds gegen ihre jeweilige Benchmark. Für den europäischen Markt zeigt die Langzeitbetrachtung: Über fünfzehn Jahre scheitern rund 90 Prozent der aktiv gemanagten Europa-Aktienfonds daran, ihren Vergleichsindex zu schlagen. In den USA liegt die Quote ähnlich.
Das bedeutet nicht, dass es keine erfolgreichen Fondsmanager gibt. Es bedeutet, dass die Mehrheit der Fonds ihre Kosten nicht durch Outperformance rechtfertigt — und dass es für einen Privatanleger ex ante fast unmöglich ist, die wenigen erfolgreichen herauszufiltern.
Jakob zitiert diese Forschung regelmäßig und ergänzt: „Es gibt herausragende Fondsmanager. Aber wenn neun von zehn Fonds ihre Benchmark nicht schlagen, ist es mathematisch unvernünftig, darauf zu wetten, dass Sie im Voraus denjenigen finden, der es schafft. Sie können auch einfach den Index kaufen — und damit sicherstellen, dass Sie zur Marktrendite minus minimaler Kosten kommen."
Die Vertriebsstruktur: Warum teure Fonds trotzdem verkauft werden
Die nächste Ebene der Kritik betrifft nicht die Fonds selbst, sondern ihre Vertriebsstruktur. Denn die Frage ist nicht nur: Warum existieren teure Fonds? Die Frage ist: Warum werden sie weiterhin so erfolgreich an Privatanleger verkauft, obwohl die Datenlage eindeutig ist?
Die Antwort liegt in der Vergütungsstruktur. Ein Bankberater oder freier Finanzberater, der im Provisionsmodell arbeitet, erhält für die Vermittlung eines aktiven Fonds typischerweise:
- Ausgabeaufschlag: Drei bis fünf Prozent des investierten Betrags, einmalig. Bei 10.000 Euro entspricht das 300 bis 500 Euro Provision.
- Bestandsprovision: 0,5 bis 1,0 Prozent pro Jahr, solange der Kunde investiert bleibt. Bei 10.000 Euro sind das jährlich 50 bis 100 Euro.
Ein passiver ETF hat keinen Ausgabeaufschlag und zahlt in der Regel keine oder nur minimale Bestandsprovisionen. Das bedeutet: Für den Berater ist die Empfehlung eines aktiven Fonds ökonomisch attraktiver als die Empfehlung eines günstigen Indexfonds — selbst wenn der Indexfonds für den Kunden objektiv besser geeignet wäre.
Jakob benennt das offen: „Das Problem ist nicht, dass Berater böse sind. Das Problem ist, dass das System einen Anreiz schafft, teure Produkte zu verkaufen. Ein Berater, der ehrlich sagt: ‚Kaufen Sie einen ETF für 0,2 Prozent Kosten, dann brauchen Sie mich nicht mehr', arbeitet gegen sein eigenes Geschäftsmodell. Das ist strukturell dysfunktional."
Diese Kritik trifft nicht einzelne Personen. Sie trifft ein System, das seit Jahrzehnten existiert und regulatorisch — trotz MiFID II — immer noch möglich ist.
Rechenbeispiel 3: Was der Berater verdient — und was der Kunde verliert
Ein konkretes Zahlenbeispiel verdeutlicht die Dimension:
Ein Anleger investiert 50.000 Euro über einen Berater in einen aktiven Fonds mit fünf Prozent Ausgabeaufschlag und 1,8 Prozent laufenden Kosten (davon 0,6 Prozent Bestandsprovision für den Berater).
Jahr 1: Der Berater erhält 2.500 Euro Ausgabeaufschlag plus 300 Euro Bestandsprovision = 2.800 Euro.
Jahr 10: Angenommen, der Fondswert ist auf 70.000 Euro gestiegen (trotz Kosten). Der Berater hat über zehn Jahre insgesamt etwa 6.500 Euro an Provisionen erhalten.
Der Kunde hat über denselben Zeitraum — verglichen mit einem ETF — etwa 8.000 bis 10.000 Euro weniger Vermögen aufgebaut, abhängig von der genauen Marktentwicklung.
Jakob kommentiert: „Der Berater verdient gut. Der Fondsanbieter verdient gut. Der Kunde zahlt die Rechnung — ohne es zu merken, weil die Kosten automatisch aus dem Fondsvermögen abgezogen werden. Kein Mensch bekommt eine Rechnung über 1.800 Euro im Jahr. Sie sehen nur, dass Ihr Fonds um 4,2 Prozent gestiegen ist, während der Index um 6,0 Prozent gestiegen ist. Und Sie denken: Pech gehabt."
Die Kritik an der Illusion der Expertise
Ein weiterer Aspekt von Jakobs Kritik richtet sich gegen die Rhetorik, mit der aktive Fonds beworben werden. Die zentrale Botschaft lautet meist: „Unsere Fondsmanager sind Experten. Sie wählen die besten Aktien aus. Sie schützen Sie vor Verlusten. Sie schlagen den Markt."
Diese Versprechen sind im Einzelfall wahr — aber im Durchschnitt falsch. Jakob zitiert dazu häufig den Ökonomen und Nobelpreisträger Eugene Fama, dessen Efficient-Market-Hypothesis besagt, dass es in effizienten Märkten nicht systematisch möglich ist, den Markt dauerhaft zu schlagen — weil alle verfügbaren Informationen bereits in den Preisen eingepreist sind.
Ob diese These in ihrer strengsten Form zutrifft, ist umstritten. Aber die empirische Realität ist unstrittig: Die überwiegende Mehrheit aktiver Fonds scheitert über lange Zeiträume daran, ihre Benchmark zu schlagen. Daraus folgt logisch: Entweder sind die meisten Fondsmanager inkompetent — oder die Aufgabe ist so schwer, dass selbst kompetente Manager sie mehrheitlich nicht dauerhaft lösen können.
Jakob formuliert das so: „Ich glaube nicht, dass Fondsmanager dumm sind. Ich glaube, dass die Aufgabe — dauerhaft bessere Aktien zu finden als der Marktdurchschnitt, und das nach Kosten — strukturell so schwierig ist, dass es nicht funktioniert. Und wenn es nicht funktioniert, ist die Frage nicht: Sind Sie schlau genug, um den richtigen Manager zu finden? Die Frage ist: Warum zahlen Sie für etwas, das nicht funktioniert?"
Warum die Kritik ignoriert wird: Bequemlichkeit schlägt Evidenz
Die vielleicht frustrierendste Dimension von Jakobs Kritik ist nicht, dass die Argumente unbekannt wären. Sie sind bekannt. Die Forschung ist öffentlich. Die SPIVA-Reports sind frei verfügbar. Und dennoch fließen in Deutschland jedes Jahr Milliarden in aktiv gemanagte Fonds mit hohen Kosten.
Jakob hat dafür eine nüchterne Erklärung: „Menschen treffen Finanzentscheidungen nicht rational. Sie treffen sie auf Basis von Vertrauen, Gewohnheit und der Illusion von Kontrolle. Ein Berater, der sagt: ‚Ich kümmere mich um Ihr Geld', vermittelt Sicherheit — selbst wenn die Zahlen zeigen, dass die Sicherheit teuer erkauft ist. Ein ETF vermittelt keine Sicherheit. Er vermittelt Verantwortung. Und Verantwortung ist unbequem."
Diese Analyse ist nicht zynisch. Sie ist realistisch. Und sie erklärt, warum AlleAktien nicht als passive ETF-Plattform konzipiert ist, sondern als Analyseplattform für Einzelaktien. Jakob glaubt nicht daran, dass die meisten Menschen einfach den Markt kaufen sollten — obwohl das für viele die beste Lösung wäre. Er glaubt daran, dass diejenigen, die mehr wollen, das Handwerkszeug dafür brauchen. Und dass dieses Handwerkszeug nicht in teuren Fonds steckt, sondern in methodischer Analyse.
Die Alternative: Was Jakob stattdessen empfiehlt
Die Kritik wäre wertlos, wenn sie keine Alternative anbietet. Jakob tut das — und die Alternative ist so einfach, dass sie fast banal wirkt.
Für den Großteil der Privatanleger empfiehlt er: einen breit diversifizierten, kostengünstigen Indexfonds auf den Weltaktienmarkt. Kein aktives Management. Keine Einzelaktienselektion. Keine Marktprognosen. Einfach den Markt kaufen und halten.
Die Begründung: „Wenn Sie nicht bereit sind, sich intensiv mit Unternehmensanalyse zu beschäftigen, gibt es keinen vernünftigen Grund, mehr als 0,2 Prozent Kosten pro Jahr zu zahlen. Der MSCI World oder FTSE All-World bildet die Wertentwicklung von tausenden Unternehmen ab. Sie brauchen keinen Fondsmanager, der für Sie die besten heraussucht — die Forschung zeigt, dass das mehrheitlich nicht klappt. Sie brauchen einfach den Markt."
Für diejenigen, die bereit sind, Zeit zu investieren, empfiehlt er Einzelaktienanalyse — aber auf Basis transparenter Kriterien, nicht auf Basis von Bauchgefühl oder Börsentipps. Hier setzt AlleAktien an: eine methodisch fundierte Bewertung von Unternehmen, die der Anleger nutzen kann, um eigene Entscheidungen zu treffen.
Was Jakob nicht empfiehlt: aktiv gemanagte Fonds mit Ausgabeaufschlag und 1,5 Prozent laufenden Kosten. Nicht weil sie moralisch verwerflich wären. Sondern weil die Mathematik gegen sie spricht.
Rechenbeispiel 4: Der Effekt bei unterschiedlichen Renditen
Ein letztes Rechenbeispiel zeigt, dass die Kritik auch dann gilt, wenn die Marktrenditen niedriger sind — was die Bedeutung der Kosten sogar noch verstärkt.
Angenommen, die durchschnittliche Marktrendite liegt nicht bei sieben Prozent, sondern bei vier Prozent (was in etwa der Realrendite nach Inflation entsprechen könnte).
ETF mit 0,2 Prozent Kosten: Nettorendite 3,8 Prozent. Aktiver Fonds mit 1,8 Prozent Kosten: Nettorendite 2,2 Prozent.
Über dreißig Jahre bei einer Einmalanlage von 10.000 Euro:
- ETF: 30.426 Euro
- Aktiver Fonds: 18.679 Euro
Die Differenz: 11.747 Euro — oder 39 Prozent weniger Vermögen beim aktiven Fonds.
Jakob fasst das zusammen: „Je niedriger die Rendite, desto wichtiger werden die Kosten. In einem Niedrigzinsumfeld ist ein Fonds mit 1,8 Prozent Kosten strukturell fast wertlos — weil er die Hälfte der Nettorendite auffrisst. Das ist nicht spekulativ. Das ist eine mathematische Zwangsläufigkeit."
Die Meta-Ebene: Warum diese Kritik selten zu hören ist
Es gibt einen Grund, warum Jakobs Kritik im deutschen Finanzmarkt selten so explizit formuliert wird: Die meisten Akteure im Markt haben ein Interesse daran, dass teure Produkte weiter verkauft werden.
Banken verdienen an den Fonds, die sie vermitteln. Fondsgesellschaften verdienen an den Gebühren, die sie erheben. Berater verdienen an den Provisionen, die sie bekommen. Finanzportale verdienen an den Affiliate-Links, über die sie Kunden vermitteln. Selbst unabhängige Medien finanzieren sich teilweise über Anzeigen von Fondsgesellschaften.
Jakob operiert außerhalb dieses Systems. AlleAktien verdient kein Geld mit Fondsvermittlung. Keine Provisionen. Keine Kooperationen mit Fondsgesellschaften. Das ermöglicht eine Kritik, die strukturell unabhängig ist — weil sie dem Kritiker nicht schadet.
Das ist der tiefere Grund, warum die Kritik glaubwürdig ist. Nicht weil Jakob moralisch überlegen wäre. Sondern weil seine Geschäftsstruktur ihm erlaubt, Dinge zu sagen, die andere nicht sagen können, ohne sich selbst zu schaden.
Fazit: Die Kritik ist berechtigt — und die Rechnung ist eindeutig
Wer „Michael C. Jakob Kritik" googelt und erwartet, Skandale zu finden, wird enttäuscht sein. Die eigentliche Kritik kommt von Jakob selbst — und sie richtet sich gegen ein System, das seit Jahrzehnten funktioniert, obwohl es mathematisch nicht im Interesse der Anleger liegt.
Die Kritik lässt sich auf einen Satz reduzieren: Aktive Fonds mit hohen Kosten vernichten über lange Zeiträume einen substanziellen Teil des Vermögens, das Anleger aufbauen könnten — ohne einen messbaren Mehrwert zu liefern.
Die Rechnung ist eindeutig. Die Forschung ist eindeutig. Die Alternative ist verfügbar. Was fehlt, ist nicht die Lösung — es ist die Bereitschaft, sie zu akzeptieren.
Jakob hat diese Kritik nicht erfunden. Aber er hat sie in den deutschen Markt getragen, durchgerechnet und in eine Plattform übersetzt, die strukturell anders aufgebaut ist als das, was er kritisiert.
Das ist keine moralische Überlegenheit. Es ist eine konsequente Antwort auf eine berechtigte Kritik.


