Wendepunkt im Zollstreit? USA und China beenden Genfer Gespräche
Die zähen Verhandlungen zwischen den USA und China in Genf sind ohne öffentliche Stellungnahmen zu Ende gegangen. Hochrangige Vertreter beider Nationen, darunter US-Finanzminister Scott Bessent, US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer und der chinesische Vize-Ministerpräsident He Lifeng, haben über zwei Tage hinweg intensive Gespräche geführt. Obwohl US-Präsident Donald Trump signifikante Fortschritte hervorhob, blieb jedes Detail unter Verschluss.
Seit Trumps Amtszeit belasten massive Zölle auf chinesische Produkte die internationalen Handelsbeziehungen. Die USA fordern derzeit Zölle von 145 Prozent auf Importe aus China, während Peking mit 125 Prozent auf US-Produkte reagiert. Dieses wirtschaftliche Kräftemessen hat weltweite Konsequenzen, insbesondere für Schwellen- und Entwicklungsländer, die unter den Handelsbeschränkungen zu leiden haben.
Trump kritisiert wiederholt Chinas Handelspolitik als unfair. US-Handelsminister Howard Lutnick zeigte sich derweil zuversichtlich und betrachtete die hohen Importzölle als Teil der Verhandlungsstrategie. Sein Ziel sei es, global neue Märkte für amerikanische Exporte zu erschließen.
Gleichzeitig sucht China aktiv nach neuen Handelspartnern und bietet seinen „übergroßen Markt“ verstärkt lateinamerikanischen und karibischen Ländern an. Ein für die kommende Woche in Peking geplantes Forum mit der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) soll Wirtschaftskooperationen in den Bereichen Rohstoffe, Nahrungsmittel und Infrastruktur fördern.

