Wacker Chemie: Hoffnungsschimmer trotz herausfordernder Marktlage
Die Aktien von Wacker Chemie haben am Donnerstag nach einem anfänglichen Rückgang einen bemerkenswerten Aufschwung von fast fünf Prozent auf 69,50 Euro erlebt und sich an die Spitze des MDax gesetzt. Trotz dieses Aufwärtstrends verzeichnen die Papiere für das Jahr 2025 nach wie vor leichte Verluste, während der Gesamtindex der mittelgroßen Unternehmen mehr als 20 Prozent hinzugewonnen hat.
Analysten wie Oliver Schwarz von Warburg Research sowie Geoff Haire von der UBS sind der Ansicht, dass die neuesten Geschäftszahlen keine Überraschungen bieten, da sie den bereits bekannten Eckdaten entsprechen. Der Chemiekonzern hatte im Juli, in Übereinstimmung mit anderen Unternehmen der Branche wie Covestro und BASF, seine Jahresprognose aufgrund einer schwachen Nachfrage herabgesetzt.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant Wacker Chemie eine Intensivierung der Vertriebsaktivitäten und die Förderung von Innovationen. Ebenso sollen Investitionen gesenkt und die Kosten reduziert werden, wobei vor allem eine bessere Auslastung bestehender Anlagen im Fokus steht.
Unterschiedlich zur Situation zur Zeit der unerfreulichen Prognoseanpassung im Jahr 2025, hat sich inzwischen auch die Unsicherheit hinsichtlich der US-Zöllen auf Waren aus der EU geklärt.

