Ingenieur*innen der Zukunft: KI-Kompetenzen als Schlüsselqualifikation im Maschinenbau

Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz im Maschinenbau wächst rasant und birgt enorme Chancen für angehende Ingenieur*innen. Nach einer Erhebung des Maschinenbauverbandes VDMA sind 86 Prozent der Unternehmen davon überzeugt, dass Fähigkeiten in diesem Bereich entscheidend sind. Allerdings zeigen sich die Betriebe gegenüber der Hochschulausbildung eher skeptisch. Lediglich 23 Prozent bewerten die Ausbildungsqualität im Bereich KI als gut, während fast die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen diese als unzureichend ansieht.
Der Maschinenbau bleibt trotz Herausforderungen ein attraktiver Arbeitgeber. Insbesondere kleinere Betriebe, mit bis zu 500 Angestellten, planen, ihre Ingenieurkapazitäten zu halten oder sogar zu erweitern: 77 Prozent konservieren die Anzahl ihrer Ingenieur*innen, und 17 Prozent möchten diese aufstocken. Größere Firmen schätzen die Stabilität auf 56 Prozent, wobei 18 Prozent ihre Rekrutierung ausweiten wollen. Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls bei Fachkräften wider. Ein strukturelles Problem bleibt jedoch der darunterliegende Fachkräftemangel, den 71 Prozent der Unternehmen beklagen. „Unsere Innovationskraft steht auf dem Spiel“, äußerte Hartmut Rauen, Vize-Hauptgeschäftsführer des VDMA, mit Nachdruck. Vor allem größere Unternehmen ziehen derzeit in Erwägung, ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen vermehrt ins Ausland zu verlegen, um dort bessere Rahmenbedingungen vorzufinden.

