Volkswagen treibt Transformation in China voran: Werksschließung in Nanjing
Volkswagen und sein chinesischer Partner Saic beenden die Produktion in ihrem gemeinsamen Werk in der Millionenmetropole Nanjing, Ostchina. Dies geschieht im Zuge der strategischen Neuausrichtung hin zu elektrischen Fahrzeugen, wie der Wolfsburger Konzern bestätigte. Das Ziel ist es, das Produktionsnetz effizienter auf die zukünftigen Anforderungen auszurichten.
Der Automobilriese plant, das Werk im Laufe des zweiten Halbjahres schrittweise zu schließen und die noch verbleibende Produktion ins nahegelegene Yizheng zu verlagern. Diese Maßnahme markiert ein Novum, denn es handelt sich um die erste vollständige Schließung eines VW-Werks in China. Das Werk Nanjing, eröffnet im Jahr 2008, war aufgrund seiner zentralen Lage in der Stadtentwicklung eingeschränkt und somit bei der Umstellung auf Elektromobilität nicht ideal geeignet.
Mit einer einstigen Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen im Jahr 2011 liefen hier bis zuletzt Modelle wie der VW Passat und der Skoda Superb vom Band. Der Vertrieb von Verbrennermodellen stand zuletzt im Fokus von Volkswagen, um dem erhöhten Preisdruck auf dem E-Auto-Markt der Volksrepublik entgegenzuwirken.
Trotz eines leichten Rückgangs von 2,3 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr auf insgesamt 1,31 Millionen Fahrzeuge, konnte Volkswagen im zweiten Quartal ein kleines Wachstum von 2,8 Prozent verzeichnen. Dies deutet darauf hin, dass der Wolfsburger Konzern sich auf dem weltweit größten Automobilmarkt behauptet.

