US-Verteidigungsminister kündigt Reaktion auf tödliche Drohnenattacke an
Inmitten angespannter Verhältnisse im Nahen Osten äußerte sich Lloyd Austin, der US-Verteidigungsminister, zu den jüngsten provokativen Militärschlägen gegen amerikanische Truppen. Als direkte Antwort auf den Drohnenangriff proiranischer Milizen, der amerikanisches Militärpersonal in Jordanien das Leben kostete, ließ Austin klare Worte folgen. Die Vereinigten Staaten würden Attacken dieser Art keineswegs tolerieren, und sowohl der Präsident als auch er selbst, der Verteidigungsminister, stünden geschlossen dahinter. Austin, der in einer Pressekonferenz am Pentagon Stellung bezog, verlautbarte zugleich, dass eine Eskalation zum umfänglicheren Konflikt nicht das Ziel sei, betonte jedoch, dass die Verursacher zur Verantwortung gezogen würden.
Die tragischen Ereignisse ereigneten sich nahe der syrischen Grenze, wo eine Drohne am vergangenen Sonntag drei US-Militärangehörige in den Tod riss und mehrere weitere verletzte. Die US-Administration identifizierte die Gruppe „Islamische Widerstand im Irak“ als Urheber des Angriffs, ein Bündnis proiranischer Militias, die kollektiv unter diesem Namen operieren. Austin zufolge könnte der Iran, trotz Ungewissheit über dessen Vorwissen bezüglich dieser spezifischen Aktion, mittels Finanzierung und Training ebenjener Gruppen zu derartigen Angriffen beitragen. Jedoch stellte Austin fest, dass es keinen Kriegszustand mit dem Iran gebe.
Die Spannungen in der Region werden weiter durch den Konflikt zwischen Israel und der Hamas geschürt, wobei proiranische Milizen fortwährend US-Basen im Irak und Syrien ins Visier nehmen. Die USA haben mit Luftangriffen reagiert. Überdies erweiterten die jemenitischen Huthi, in Solidarität mit der Hamas, das Konfliktspektrum, indem sie Frachtschiffe im Roten Meer attackierten – was wiederum Militärschläge der USA und Großbritanniens, unterstützt durch Verbündete, gegen die iranhörigen Milizen im Jemen nach sich zog. (eulerpool-AFX)

