Regisseur Gareth Edwards freut sich auf den Einfluss von KI auf die Filmindustrie
(BANG) - Gareth Edwards zeigt sich gespannt darauf, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz künftig auf die Filmbranche haben wird.
Der 'Jurassic World Rebirth'-Regisseur blickt positiv auf die Technologie, die bereits in seinem Film 'The Creator' aus dem Jahr 2023 thematisiert wurde. Den aktuellen Aufstieg von KI vergleicht er mit der Einführung von CGI-Effekten in den 1990er-Jahren. Während Amazons Veranstaltung 'AI on the Lot' in Culver City am Donnerstag (28. Mai) sagte Edwards: "Ich sehe keinen Grund, warum man sich als Filmemacher nicht für dieses Thema interessieren sollte. Es ist ganz offensichtlich ein Werkzeug, das irgendwann auf einer Stufe mit der Kamera stehen könnte. Es wird besser werden als CGI. Ich freue mich darauf – und ich hoffe, ihr auch."
Der Brite verriet außerdem, dass er gerne einen Hybridfilm mit generativer KI erschaffen würde. Bislang habe er damit allerdings noch gewartet, weil sich die Technologie in rasantem Tempo weiterentwickle. Edwards erklärte: "Es fühlt sich so an, als würde sich das alles alle drei Monate verändern. Es ist, als müssten wir den gesamten Plan in sechs Monaten nochmal neu bewerten, weil es dann vielleicht schon eine komplett andere Reihe von Werkzeugen gibt. Dinge, die vor drei oder sechs Monaten noch unmöglich waren, sind jetzt teilweise schon möglich."
Der 50-Jährige ist überzeugt, dass generative KI vor allem dabei helfen könne, Ideen zu strukturieren – nicht jedoch Geschichten zu erschaffen, die Menschen emotional berühren. "Sie hat überhaupt keinen Geschmack. Aber sie ist ein verdammtes Genie darin, dir zu helfen", so der 'Rogue One: A Star Wars Story'-Filmemacher.
Mit seinen Aussagen steht Edwards im deutlichen Gegensatz zu Steven Spielberg, der den Möglichkeiten von KI in kreativen Branchen deutlich skeptischer gegenübersteht. Der legendäre Regisseur – zu dessen bekanntesten Werken unter anderem 'Der weiße Hai', 'Jurassic Park', 'Schindlers Liste' und 'Der Soldat James Ryan' zählen – sagte im 'IMO'-Podcast: "Was ich an KI nicht mag, ist der Moment, in dem sie eine Position einnimmt. Wenn an einem Autorentisch sechs Autoren sitzen, ein Platz frei ist und vor diesem leeren Stuhl ein Computer steht, der dann praktisch der siebte Autor ist."


