US-Regierung erhebt Zölle auf indische Ölimporte aus Russland
Die Trump-Administration hat ihre Drohungen wahrgemacht und erhebt zusätzliche Zölle auf indische Ölimporte, die aus Geschäften mit Russland resultieren. Eine neue Abgabe von 25 Prozent tritt in 21 Tagen in Kraft, was die existierenden Zölle auf insgesamt 50 Prozent anwachsen lässt. Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen der USA, Russlands wirtschaftliche Stärke im Energiebereich zu schwächen. Diese Strategie zielt darauf ab, große Käufer von Energierohstoffen, insbesondere China und Indien, stärker unter Druck zu setzen. Hintergrund des Ganzen ist Russlands weiterhin andauernder Angriffskrieg gegen die Ukraine, den das Land mittels seiner fossilen Ressourcen finanziert. In der Vergangenheit hatte Präsident Trump bereits höhere Zölle im Hinblick auf Russlands militärische Aktivitäten angedroht, ohne jedoch damals konkrete Zahlen zu nennen. Zeitgleich mit der Zollankündigung reiste der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach Moskau, um Gespräche zu führen. Auch wenn diese Gespräche ergebnislos blieben, zeigt Trumps Maßnahme den unnachgiebigen Druck der USA, eine Beendigung der kriegerischen Handlungen einzufordern. Dass es zu einer tatsächlichen Waffenruhe kommt, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Wladimir Putin verfolgt weiterhin beharrlich seine militärischen Ziele in der Ukraine. Indien, nach China der zweitgrößte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe, hat im Juni russisches Rohöl zu bedeutenden Preisnachlässen im Wert von insgesamt 4,5 Milliarden Euro importiert. Rohöl machte dabei mit 3,6 Milliarden Euro den Löwenanteil aus. Diese Rabatte ermöglichen es Indien, unter dem globalen Marktpreis zu kaufen.

