Stromversorgung in Berlin: Entwarnung nach weitreichendem Ausfall
In Berlins Südwesten herrscht endlich wieder Strom: Die Behörden haben offiziell Entwarnung gegeben, nachdem der Stromausfall, der die Region mehrere Tage lang lahmgelegt hatte, behoben wurde. Gegen 22 Uhr wurden die Bürger per Handy-Alarmsystem informiert: Der Strom ist zurückgekehrt.
Die Nachricht überraschte viele, denn am Morgen hatte eine weitreichende Warnmeldung über unterschiedliche Kanäle breite Verwirrung gestiftet. Bürger wurden gebeten, die bekannten Warnmedien zu konsultieren und provisorische Maßnahmen zu ergreifen, etwa das Abtrennen von Notstromaggregaten, um Schäden zu vermeiden.
Nach Angaben der Innenverwaltung konnte das Modulare Warnsystem (MoWaS), das auf festgelegte Textbausteine zurückgreift, nicht individuell angepasst werden. Diese Informationsübermittlung via Cell Broadcast wurde als notwendig erachtet, um alle Berliner über die bevorstehenden Maßnahmen bei der Wiederherstellung der Stromversorgung zu informieren.
Ursache des Stromausfalls war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, den die linksextremistische Gruppe "Vulkangruppen" für sich beanspruchte. Diese Gruppe hat seit 2011 wiederholt Anschläge auf die Infrastruktur in der Region Berlin-Brandenburg verübt. Am Samstagmorgen waren im betroffenen Gebiet rund 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Stromversorgung.

