Verknotete Leitungen in der Ostsee: Kriminalpolizei übernimmt das Ruder
Die finnische Kriminalpolizei hat einen Frachter in Gewahrsam genommen, nachdem ein Schaden an einem Datenkabel in der Ostsee festgestellt wurde. Die Transporteinheit, die auf den Namen 'Fitburg' hört, soll laut vorliegenden Erkenntnissen ihren Anker über weite Strecken des Meeresbodens geschleift haben, was zu erheblichen Störungen führte.
Im Zuge der Ermittlungen stehen Vorwürfe schwerer Sachbeschädigung und Störung des Telekommunikationsverkehrs im Raum. Während eines Besatzungsmitglieds verhaftet wurde, dürfen drei weitere die Region nicht verlassen. Hintergrund des Falls ist eine Beschädigung eines kritischen Datenkabels, das Helsinki mit Tallinn verbindet, wie vom Telekommunikationsunternehmen Elisa gemeldet.
Die Spannweite der Investigationsmaßnahmen umfasst zudem, dass der finnische Zoll entschieden hat, kein Strafverfahren gegen die Besatzung einzuleiten. Trotz unter EU-Sanktionen stehender Stahlprodukte an Bord wird der Crew keinerlei Absicht unterstellt. Die 'Fitburg' befand sich auf einer Reise von St. Petersburg nach Haifa, als die Behörden sie aus ermittlungstechnischen Gründen in finnische Gewässer baten, um der Sache auf den Grund zu gehen.

