US-Militär beschlagnahmt russischen Öltanker: Einsatz gegen Sanktionsverstöße
Das US-Militär hat im Nordatlantik einen Öltanker mit russischer Flagge beschlagnahmt. Die Aktion erfolgte auf Anweisung eines US-Bundesgerichts aufgrund von 'Verstößen gegen US-Sanktionen', wie das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) bekanntgab. Der Frachter 'Bella-1', der wegen seiner Sanktionierung als Gefahr für die westliche Hemisphäre gilt, wurde an mehreren Tagen von der US-Küstenwache verfolgt, bevor er festgesetzt wurde.
Der Einsatz war in Abstimmung mit dem Justizministerium und dem Heimatschutzministerium, welches für die Küstenwache verantwortlich ist, vorbereitet worden. Berichten zufolge änderte das Schiff, ursprünglich Richtung Venezuela unterwegs, seinen Kurs, um einer Durchsuchung zu entgehen. Dabei soll es auch seinen Namen in 'The Marinera' geändert haben. Diese Namensänderung blieb seitens der US-Streitkräfte unkommentiert.
Zuvor hatte das US-Militär bereits zwei andere Öltanker vor der Küste Venezuelas unter Kontrolle gebracht, während der Versuch, ein weiteres Schiff zu übernehmen, scheiterte. Hintergrund sind von US-Präsident Donald Trump angeordnete Sanktionen und eine Seeblockade gegen Tanker, die Richtung Venezuela steuern.
In Reaktion auf die Beschlagnahmung verstärkte Russland den Schutz seines Tankers mit einem U-Boot und weiteren Schiffen. Noch bevor der Vorfall bekannt wurde, bekundete das russische Außenministerium über die Nachrichtenagentur Tass Besorgnis über die Lage. Man sehe die erhöhte Aufmerksamkeit des US-Militärs und der Nato gegenüber dem zivilen Status des Schiffes im Nordatlantik kritisch.

