Leuchtende Pflanzen statt Straßenlaternen? Glühwürmchen-Gene machen’s möglich!
Bis jetzt gibt es sie nur in den Gewächshäusern von Magicpen Bio: leuchtende Orchideen, Sonnenblumen und Chrysanthemen, die aus der Nacht ein magisches Spektakel machen. Insgesamt hat das chinesische Biotech-Unternehmen mehr als 20 Pflanzenarten genetisch verändert und sie damit zum Strahlen gebracht. Gesonderte Energiezufuhr braucht es dafür nicht, es reicht, die Blumen wie üblich mit Dünger und Wasser zu versorgen. Bietet sich hier eine grüne Alternative zur Straßenlaterne?

Tagsüber ganz normal, nachts mit integrierter Beleuchtung
Genfragmente von Glühwürmchen und Leuchtpilzen bilden die Grundlage für das neue Projekt der leuchtenden Pflanzen. Die zugehörige Firma gibt es erst seit 2023; im Dezember 2025 besuchte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die Gewächshäuser, die in der Stadt Hefei in Ostchina liegen. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet von den lichtspendenden Gewächsen, die im Hellen ganz normal aussehen und sich erst im Dunkeln von ihrer erhellenden Seite zeigen. Die Journalisten konnten sie bei einer Ausstellung Zhongguancun Forum bewundern.
Das Geheimnis dahinter: Biolumineszenz
Das Geheimnis hinter diesem Trick ist natürlich keine Magie, sondern schlicht und einfach Biolumineszenz. Unternehmensgründer Li Renhan berichtet in diesem Zusammenhang von seinen Kindheitserinnerungen: Er beobachtete als kleiner Junge gern Glühwürmchen und erinnerte sich bei seinen späteren Forschungen daran. Eine weitere Inspiration holte er sich bei den Avatar-Filmen, in denen leuchtende Alienbäume das Publikum zum Staunen brachten. Rehan meinte dazu zu den Reportern von AP: »Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Technologie im Kulturtourismus und der Nachtwirtschaft zu etablieren. Stellen Sie sich ein Tal voller leuchtender Pflanzen im Dunkeln vor – es wäre, als würde man die Welt von „Avatar“ auf die Erde bringen.«
Die Leuchtpflanzen im Video
Tatsächlich vertritt der Mann die Ansicht, seine leuchtenden Pflanzen könnten demnächst stromlos öffentliche Plätze und Stadtparks beleuchten. Zumindest eine interessante Aussicht, die allerdings, wie alles im Leben, noch ihre Haken hat. Vor allem wachsen die Blumen in den meisten Gegenden der Welt nicht das ganze Jahr über. In Deutschland würden sie nur die Sommernächte erhellen, während wir im Winter wieder auf unsere Laternen zurückgeworfen wären. Und: Ist diese Technik wirklich völlig ungefährlich?
Quelle: futurezone.at

