Trump-Administration verschärft Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte drastisch
Die Administration von US-Präsident Donald Trump hat die Handelspolitik erneut aufgemischt, indem sie Hunderte weiterer Produktkategorien mit erhöhten Stahl- und Aluminiumzöllen belegt hat. Seit Beginn der Woche werden auf insgesamt 407 Warenklassen, darunter Produkte wie Motorräder, Mopeds, Tür- und Fensterrahmen, Sportausstattungen, Kranfahrzeuge und Eisenbahnwaggons, Zölle in Höhe von 50 Prozent angewendet. Dies geht aus einer Mitteilung aus dem Handelsregister hervor und verdeutlicht die entschiedene Haltung der Regierung im Handelsstreit.
Die Ankündigung könnte für Importeure zu einem erheblichen administrativen Mehraufwand führen. Denn anders als bei den bisherigen Stahl- und Aluminiumeinfuhren, die pauschal für die gesamte Branche galten, werden die neuen Zölle individuell nach dem spezifischen Stahl- und Aluminiumanteil der Produkte berechnet. Dabei bleibt es unklar, wer genau für die Bestimmung des Materialanteils verantwortlich ist – traditionell liegt diese Aufgabe allerdings bei den Importeuren, die gegenüber den Zollbehörden korrekte Angaben machen müssen. Bereits Anfang Juni hatte Präsident Trump die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte von zuvor 25 Prozent auf nunmehr 50 Prozent erhöht. Nun deutete er sogar an, dass die Raten für Stahlimporte in naher Zukunft noch weiter angehoben werden könnten, um heimische Produktionsstätten zu fördern und das Produzieren in den Staaten attraktiver zu machen.

