Transatlantischer Luftverkehr trotzt Hürden: Stabilisierung trotz Kostendruck und Regulierungen
Der transatlantische Luftverkehr zeigt sich robust, auch wenn er gegen einige Unwägbarkeiten anfliegen muss: Trotz verschärfter Einreisebestimmungen in die USA und gestiegener Ticketpreise zieht es nach wie vor zahlreiche deutsche Reisende über den Atlantik. Lediglich in den ersten Monaten des Jahres 2025, nach dem Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump, verzeichnete der Luftverkehr einen leichten Rückgang von zwei Prozent bei den Passagierzahlen. Diese Delle, bedingt durch Berichte über intensivere Befragungen und Zurückweisungen an der US-Grenze, scheint mittlerweile überwunden.
Denn wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf Basis der Flugdaten von Sabre MI berichtet, erreichten die Passagierzahlen ab März wieder das Niveau des Vorjahres – und das trotz einer Preissteigerung der Tickets um sechs bis sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt flogen im Mai rund 500.000 Direktpassagiere von Deutschland in die USA, was auf eine anhaltende Stabilität im transatlantischen Luftverkehr hindeutet, ungeachtet der wirtschaftlich angespannten Lage.
Einziger Wermutstropfen: Die Buchungslage für Flüge nach Amerika scheint zum Ende des Jahres hin zu schwächeln, mit bis zu fünf Prozent weniger Vorausbuchungen für den Dezember im Vergleich zum Vorjahr. Die Experten des DLR mahnen jedoch zu Vorsicht bei der Interpretation dieser Zahlen, da kurzfristige Preisaktionen und saisonale Schwankungen die Buchungslage noch positiv beeinflussen könnten. Auffällig ist auch die besonders geringe Vorausbuchungsquote für Flüge zwischen Kanada und den USA, während der britische Markt weiterhin Standfestigkeit zeigt.

