XRP-Analyst stellt entscheidende Frage zur Nachfragequelle und deren Bedeutung
XRP zieht erneut die Aufmerksamkeit der Krypto-Community auf sich, nachdem ein Analyst eine entscheidende Frage zur treibenden Kraft hinter der Nachfrage nach dem Asset in einem globalen Abwicklungssystem aufgeworfen hat. Die Diskussion konzentriert sich darauf, wie XRP funktionieren würde, wenn das XRP Ledger (XRPL) weit verbreitet für Zahlungen genutzt würde und ob der Wert der Kryptowährung aus der Nutzung, der Liquiditätsvermittlung oder tiefergehenden institutionellen Strukturen resultiert.
Analyst hinterfragt Nachfragequelle von XRP in einer XRPL-Wirtschaft
Der Krypto-Analyst Iso Ledger stellte am 7. Mai 2026 in einem X-Post eine provokante Frage, die Debatten in der Krypto-Community auslöste. Der Analyst argumentierte, dass, wenn die ganze Welt das XRP Ledger nutzen und mit dem RLUSD-Stablecoin abrechnen würde, XRP hauptsächlich als Gas-Token fungieren würde. In diesem Fall stellt er die Frage, was tatsächlich eine echte und nachhaltige Nachfrage nach XRP innerhalb dieses Systems schafft.
Iso Ledger erklärte, dass die Antwort im "Bridging" liegt. Seiner Ansicht nach gewinnt XRP an Nachfrage, wenn es als Liquiditätsbrücke zwischen zwei Währungen oder Vermögenswerten verwendet wird, die keine direkten Handelspaare haben. Er führte das Beispiel eines japanischen Pensionsfonds an, der einen brasilianischen Lieferanten bezahlt, wobei XRP den Wert zwischen OUSG und einem BRL-Stablecoin vermittelt, wenn keine direkte Liquidität existiert.
In dieser Struktur ist XRP nicht nur ein Gebührenmechanismus, sondern ein neutrales Brücken-Asset, das Abwicklungen zwischen nicht verbundenen Märkten ermöglicht. Laut Iso Ledger entsteht hier die Nachfrage durch den Transaktionsfluss und nicht durch einfache Nutzung.
Er stellte jedoch auch die komplexere Frage, was passiert, wenn die Liquidität über alle Vermögenswerte auf dem XRPL zu tief wird. Wenn direkte Paare zwischen den meisten großen Währungen und Stablecoins existieren, könnte XRP für die Vermittlung nicht mehr benötigt werden. In diesem Fall könnte es zugunsten direkter Abwicklungswege in den Hintergrund treten.
Iso Ledger schlug vor, dass dies eine Spannung im langfristigen Wertmodell der Kryptowährung erzeugt. Ihm zufolge muss XRP entweder teuer genug werden, um für große institutionelle Abwicklungen praktikabel zu bleiben, oder es bleibt bei einem niedrigen Preis von etwa $2 und sammelt Bruchteile eines Cents bei geringer Nachfrage ein.
XLS-66D als Lösung für XRP's Nachfrage- und Angebotsproblem
Er verwies auf das kommende XLS-66D, ein vorgeschlagenes Kreditprotokoll auf dem XRPL, als potenzielle Lösung, die das XRP-Angebot binden könnte. Durch die Reduzierung des zirkulierenden Angebots könnte der Preis von XRP steigen, was wiederum seine Rolle als Abwicklungs-Asset stärken und mehr Akzeptanz in einem Rückkopplungseffekt unterstützen könnte. Er glaubt, dass dieser Effekt letztendlich zu einer kontinuierlichen Nachfrage und Preissteigerung führen könnte.
Er schloss seine Debatte mit einer entscheidenden Frage ab. Iso Ledger fragte, warum Institutionen ein Kreditprotokoll oder ein $550.000 teures Sicherheitsaudit um einen "Gas-Token" herum aufbauen würden. Er stellte in Frage, warum Unternehmen XRP-ETFs schaffen oder warum Goldman Sachs $152 Millionen in XRP investieren würde, wenn es nur ein einfacher Gas-Token wäre. Ihm zufolge unterschätzt der Markt die sich entwickelnde Rolle von XRP in globalen Abwicklungssystemen. Er sagte, dass der Preis einfach noch nicht mit den positiven Entwicklungen Schritt gehalten hat.

