Südkorea setzt auf Dialog mit Nordkorea – Hoffnung auf Unterstützung durch China
In einem überraschend versöhnlichen Schritt betont Südkoreas Präsident Lee Jae Myung seine Bereitschaft zur Annäherung an Nordkorea, trotz fortdauernder Spannungen und wiederholter Feindseligkeiten seitens des nordkoreanischen Regimes. Bei der Pressekonferenz nach dem Apec-Gipfel in Gyeongju unterstreicht Lee seinen Wunsch, durch aktive Maßnahmen das Vertrauen Nordkoreas zu gewinnen und dessen Sicherheitsgefühl zu stärken.
Insbesondere setzt er auf die Unterstützung Chinas, um den Dialog mit Pjöngjang wiederaufleben zu lassen. Bei seiner ersten Begegnung mit Xi Jinping, dem chinesischen Staatschef, seit Lees Präsidentschaftsbeginn, appelliert Lee an die verstärkte strategische Kommunikation zwischen Südkorea und China. Xi Jinping zeigt sich offen für wirtschaftliche Kooperationen und betont die Bedeutung gemeinsamer Absichtserklärungen in den Bereichen Finanzen, Handel, Landwirtschaft und Technologie – Nordkorea wird in seiner Ansprache jedoch nicht explizit erwähnt.
Seit Beginn seiner Amtszeit im Juni bleibt Präsident Lee bestrebt, den Dialog mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu führen, der sich bisher jedoch allen Versuchen verweigert und Südkorea unverändert als Hauptfeind deklariert. Unterdessen scheint die Eiszeit zwischen Peking und Pjöngjang zu tauen, was sich jüngst in gemeinsamen Treffen und Auftritten bei Veranstaltungen manifestiert.

